Veröffentlicht in Ipad, Programmieren, Scratch

Scratch 3.0 wurde veröffentlicht – auch für das iPad

Scratch

Herzlich Willkommen und ein Gutes Neues Jahr 2019.
Nach langer Beta Phase wurde gestern vom MIT Scratch 3.0 veröffentlicht. Diese Programmiersprache und Entwicklungsumgebung ist nun nicht mehr auf Adobe Flash basierend sondern funktioniert über HTML 5, damit läuft es als Web Applikation auf allen Betriebssystemen und auf Tablets wie dem z. B. dem iPad. Scratch ist auch Grundbaustein in vielen Informatik Lehrplänen. So wird diese Methode auch ab dem  kommenden Schuljahr für Mittelschulen und Förderschulen in Bayern eingesetzt werden. Scratch ist ein tolles Werkzeug um kreative, interaktive Programme für den Computer und für Tablets selber zu entwickeln. Sowohl Lehrer, aber auch Schüler können hier aktiv und kostenlos Programmieren lernen.
Im Video zeige ich eine kurze Einführung auf dem iPad.

Scratch ist eine grafische Programmierumgebung. Befehle werden in Blöcken dargestellt, die man wie Legobausteine zusammenbasteln kann. Damit fällt das Problem der Syntax, also der exakten Scheibweise von Programmiercode, bei der es auf jeden Strichpunkt, jede geschweifte Klammer und jedes Leerzeichen ankommt, weg.
Die Scratch Methode ist daher für Anfänger besonders gut geeignet.

Als Ergebnis kommen funktionale Programme heraus. Diese laufen im Browser und nun eben auch auf dem Tablet.

Auf dem iPad läuft das auch schon sehr gut. Es gibt noch einige Einschränkungen. So lassen sich Aktionen mit der Maus natürlich bis auf die Klicks nicht abbilden. Solche Programme müssten also entsprechend angepasst werden, wenn man vor hat, sie auf Computern und Tablets zu nutzen.

Auch Tastatureingaben sind bisher nur eingeschränkt möglich. Die Bildschirmtastatur des iPads wird nur bei konkreten Texteingaben aktiv. Eine angedockte oder eine Bluetooth Tastatur kann genutzt werden. Allerdings reagieren z. B. die Pfeiltasten nicht auf entsprechende Befehle. Andere Tasten funktionieren jedoch. Man muss die Programme also nur entsprechend anpassen. Es sollen aber später im Jahr auch noch weitere Entwicklungen der Scratch Plattform kommen, die solche Probleme eventuell dann lösen.

Es lassen sich auch externe Module einbinden. Damit lassen sich Roboter, wie Mindstorms oder Lego WeDo Steuern, Musik machen oder Programme mit Bewegungen vor der Kamera steuern.

Man kann sich auf der Seite scratch.mit.edu einen kostenlosen Account anlegen. Hier findet man eine große Community. Die eigenen Programme werden in einem Profil gespeichert. Man kann sie aber auch veröffentlichen und damit für andere sichtbar machen. Auf diese Weise können die fertigen Programme auch extern geteilt, und beispielsweise in Webseiten eingebunden werden.

Auf der Webseite finden sich auch viele Tutorien und „Studios“. Dies sind Sammlungen kleiner Programme, bei denen man verschiedene Aspekte der Programmierung studieren kann. Zum Beispiel, wie man ein Spiel, wie „Flappy Bird“ oder „Snake“, nachbauen kann.

Ich werde hier auf Lernsachen.blog auch eine kleine Programmierecke einrichten, in der ich immer wieder kleine Projekte vorstelle und erkläre.


https://scratch.mit.edu/

2 Kommentare zu „Scratch 3.0 wurde veröffentlicht – auch für das iPad

  1. Danke Thomas für die Beleuchtung von Scratch 3.0, das freut mich sehr. Mein Sohn Stefan und ich programmieren seit einer Weile mit Scratch und sind stets über Neuigkeiten sehr glücklich. Durch Empfehlungen und Hinweise kommen wir mit Scratch echt gut voran. Letztens wurde uns das Buch mit der Maus (https://kinderprogrammieren.de/buch/5-buecher-fuer-kinder-scratch-programmierung/) empfohlen. In diesem Buch wird einfach uns ausführlich Scratch erklärt. Stefan braucht das zwar nicht, aber seine kleine Schwester Laura fängt nämlich jetzt auch mit Scratch an und da sie die Sendung mit der Maus liebt, ist das Buch wirklich zu empfehlen! In diesem Buch wird auch Scratch 3.0 beleuchtet, sodass man gleich mit der aktuellen Version in Berührung kommt. Also, echt zu empfehlen.

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