Veröffentlicht in Ipad, Unterrichtsvorbereitung

iPad und Datenschutz

Der Schutz personenbezogener Daten ist immer, und besonders in der Schule, von großer Wichtigkeit. Viele Funktionen moderner Geräte werden mehr und mehr in die „Cloud“, also auf unbestimmte Server über das Internet ausgelagert. Man kann ein iPad über verschiedene Einstellungen aber so konfigurieren, dass man Herr über seine Daten bleibt.

iCloud

Der Online Datenspeicher von Apple heißt iCloud. Der Dienst ermöglicht das Bereitstellen von Daten über mehrere Geräte hinweg. Auch Adressbücher und Emailkonten können über die iCloud eingerichtet werden. Die Daten landen auf Servern der Firma Apple. Niemand kann genau sagen, wo sie letztendlich gespeichert werden. Für den Schulbereich ist das kein zumutbarer Zustand, daher sollte der Dienst in den Einstellungen deaktiviert werden.

Einstellungen – iCloud

Fotos

Die „Fotos“ – App auf dem iPad bietet in den neueren Versionen des iOS – Betriebssystems die Möglichkeit, alle Fotos auf dem Gerät automatisch in die iCloud zu sichern. Diesen Zustand möchte man in der Schule natürlich nicht haben. Es empfiehlt sich bei den Geräten, die auf dem Schulgelände verwendet werden immer wieder einmal, die Fotoalben zu durchsuchen und Bilder, auf denen Lehrer oder Schüler fotografiert wurden, zu löschen.

Den Fotoupload in die iCloud kann man in den Einstellungen unter „Fotos & Kamera“ deaktivieren. 

Die Schalter für iCloud-Fotomediathek, Mein Fotostream und iCloud-Fotofreigabe müssen ausgeschaltet sein.

Backup

Eine Datensicherung des iPads ermöglicht das Wiederherstellen des Gerätes und sollte von Zeit zu Zeit, am Besten mit der kostenlosen „iTunes“ Software, auf einem Mac oder Windows PC mit einem Kabel durchgeführt werden. Das „Backup in der iCloud“ ist aus oben genannten Gründen nicht zu empfehlen. Die Einstellung zur Nutzung der iCloud findet man unter:

Einstellungen – Allgemein – Speicher- & iCLoud-Nutzung – iCloud Speicher verwalten

Siri

Siri ist die nette elektronische Assistentin, die auf Zuruf Informationen aus dem Internet sucht, oder Einstellungen auf dem iPad vornimmt. Die Spracherkennung, die zum Erkennen der menschlichen Stimme notwendig ist, wird ebenfalls größtenteils über die Cloud, also auf Apple Servern ausgewertet. Niemand kann garantieren, wie lange die Tondateien dort gelagert werden. Daher muss man bei der Nutzung, also auch bei der Diktier- oder der Vorlesefunktion gut abwägen, ob es sich um sensible Informationen handelt, die man Siri anvertraut.

Andere Online Speicher

Neben iCloud gibt es noch viele andere Online Speicherdienste, wie GDrive, Dropbox, Onedrive oder Box.net. Für die Benutzung dieser Angebote gelten die selben Bedenken, wie bei der iCloud Nutzung. Einige Dienste versprechen bei Buchung entsprechender Business Tarife, dass die Daten auf Servern innerhalb Europas oder sogar innerhalb Deutschlands verbleiben und damit der hiesigen Gesetzgebung unterstellt sind.

Auf jeden Fall ist es jedem Lehrer anzuraten, vor der Nutzung solcher Dienste mit der Schulleitung zu verhandeln, welche Angebote genutzt werden dürfen und welche Daten auf diese Weise verarbeitet werden können. Es gibt momentan leider noch keine absolute Empfehlung, was geht und was nicht.

Aber ein Grundsatz kann immer gelten:

Je weniger Daten und je unpersönlicher, desto besser!

Autor:

Fachberater IT

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