Veröffentlicht in Fortbildung, Podcast, WebApp

kits.blog Tools – von der digitalen Tafel bis zur unterstützten Kommunikation

Podcast „Das Digitale Duett“


kits.blog bietet eine kostenlose, datenschutzkonforme und kollaborative Open-Source-Tool-Sammlung für den Unterricht. Excalidraw dient als digitale Tafel für gemeinsames Visualisieren, Mindwendel unterstützt das Brainstorming, QR Storage ermöglicht die Verbindung von analogem und digitalem Lernen durch QR-Codes, und PictoSearch erleichtert unterstützte Kommunikation mit vielfältigen Piktogrammen. Die Tools fördern Teilhabe, Differenzierung und kreative Unterrichtsformen – ohne Anmeldung, werbefrei und DSGVO-konform


Gäste

Tim Krieger

Fachbereich 53, Medienbildung in Schule und Unterricht, Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung

Ekkehard Brüggemann

Medienpädagogischer Berater (NLQ) und Leitung Team Medienzentrum Landkreis Harburg

Überall, wo es Podcasts gibt, z. B.:


Zitate

• „Kids.Blog ist ein niederschwelliges, datenschutzkonformes Angebot, das ohne Anmeldung und Installation sofort im Unterricht genutzt werden kann – und das auf jedem Gerät.“

• „Barrieren senken ist eigentlich genau das, was wir die ganzen Tage machen als Sonderpädagogen – und das ist auch das Ziel unserer digitalen Tools.“

• „Wir erleben immer wieder, dass Lehrkräfte begeistert sind, wenn sie merken, wie einfach sich unsere Tools in den Unterricht integrieren lassen – ohne technische Hürden.“

• „Mit unseren offenen, kostenlosen Tools gibt es eigentlich keine Entschuldigung mehr, digitale Medien nicht im Unterricht einzusetzen.“

Inhalte

  • Kids.Block ist ein niederschwelliges Angebot für Lehrkräfte.
  • Open Source Software fördert die Zusammenarbeit und Innovation.
  • Die Nutzung von KI wird in der Bildung immer wichtiger.
  • Feedback von Nutzern ist entscheidend für die Weiterentwicklung.
  • Digitale Tools sollten barrierefrei und datenschutzkonform sein.
  • Die Kombination von Medienpädagogik und Sonderpädagogik ist wertvoll.
  • Fortbildung muss praxisnah und bedarfsorientiert sein.
  • Zukunftsorientierte digitale Bildung erfordert eine enge Vernetzung.
  • Die Entwicklung von Tools sollte die Bedürfnisse der Lehrkräfte berücksichtigen.
  • Die Akzeptanz digitaler Medien im Unterricht wächst stetig.

Kapitel

09:03 Technologische Vorlieben und Software-Nutzung

18:43 Die Bedeutung von Fortbildung und Lehrerfeedback

22:06 Vorstellung der Tools von Kids.Blog

28:27 Kids.Block: Entstehung und Ziele

28:44 Datenschutz und Open Source in der Bildung

34:55 Innovative Nutzung von QR-Codes im Unterricht

37:37 Innovative Tools für den Unterricht

40:31 Niedrigschwellige Angebote und Barrieren senken

43:45 Zukünftige Entwicklungen und KI-Implementierung

48:43 Feedback und Nutzerbeteiligung

52:21 Abschluss und Ausblick auf die Zukunft

54:47 Outro.wav

Links

https://kits.blog/tools/

https://bildungsportal-niedersachsen.de/ueber-uns/nlq

Präsentiert von:

https://lernsachen.blog

Veröffentlicht in Datenschutz, Hardware, KI, WebApp

DeepSeek – chinesisches OpenSource KI Modell ist mit Vorsicht zu genießen

In den letzten Wochen hat das Erscheinen des neuen kostenlosen OpenSource Modells DeepSeek aus China für erhebliches Aufsehen gesorgt. Und das nicht nur in der Technologie Bubble sondern auch auf dem globalen Finanzmarkt. So gab der Aktienkurs des Chipherstellers Nvidia zwischenzeitlich um 17% nach, was einem Verlust von annähernd 600 Milliarden Dollar entspricht.

Warum der Hype?

DeepSeek tritt mit seiner Leistungsfähigkeit in direkte Konkurrenz mit den modernsten Modellen des Branchenführers OpenAi. Dabei war die Entwicklung des KI Modells erheblich günstiger, was auch zu niedrigeren Kosten für die Nutzung führt.

Darüberhinaus wurde DeepSeek mit einer OpenSource Lizenz veröffentlicht. Dies gewährt zum einen maximale Transparenz, aber auch die Möglichkeit, sich verschieden große Varianten des Modells für die private, lokale Offline-Nutzung kostenlos herunterzuladen.

Warum ist DeepSeek so gut?

Das Modell arbeitet mit einer sogenannten Reasoning Methode (oder auch Chain-of-Thought). Anfragen werden in kleine Schritte zerlegt und systematisch abgearbeitet. Dabei überprüft das System mit unterschiedlichen Methoden seine Schritte selbst auf Plausibilität. Dies kann zu passgenaueren und tiefergehenden Analysen führen und Räume für Halluzinationen und Falschaussagen minimieren.

Besonders interessant, gerade auch für Bildungszwecke, ist, dass der Chatbot diesen Gedankenprozess visualisiert (thinking) und damit transparent macht.

Gibt es auch negative Aspekte?

Hinter DeepSeek steckt ein chinesisches Unternehmen namens Hangzhou DeepSeek Artificial Intelligence Co., Ltd. Dieses unterliegt den chinesischen Auflagen seitens der Regierung und damit auch der staatlichen Zensur.

Folgende Aspekte sind daher kritisch zu betrachten:

  • DeepSeek kann kostenlos im Web (https://chat.deepseek.com/) oder als App benutzt werden. Dabei werden IP-Adressen, Chatverläufe, hochgeladene Dateien und sogar die Muster und der Rhythmus von Tastaturanschlägen auf chinesischen Servern erfasst und gespeichert.
  • Es gibt keine rechtliche Basis für den Datenaustausch zwischen der EU und China. Die DSGVO hat hier keine Bedeutung, da keine europäische Niederlassung oder ein rechtlicher Vertreter existiert. Somit können Datenverstöße auch nicht geahndet werden.

Beispiel für Zensur

Es ist auch für Bildungszwecke sehr interessant wie man hier die Wirkmechanismen von Zensur beobachten und testen kann. Wenn man das R1 Modell selber lokal betreibt, oder über einen Provider wie Perplexity verwendet, dann greift die Zensur offensichtlich nicht. Dies lässt sich testen, wenn Fragen zum Beispiel zu Themen wie zum Platz des himmlischen Friedens oder zur Situation der Uiguren gestellt werden.

Beipiel für Zensur bei der deepseek Web Version

Wie funktioniert die lokale Nutzung?

Es wäre also ratsam, dieses KI Modell über einen DSGVO konformen Anbieter zu nutzen oder lokal selber zu betreiben, vorausgesetzt, man verfügt über die geeignete Hardware.

Deepseek hat mehrere Varianten seiner Modelle im Angebot, die unterschiedlich groß, aber damit auch unterschiedlich leistungsfähig sind.

Am einfachsten ist eine lokale Installation über Ollama möglich, hier sind die unterschiedlichen Modelle auch aufgelistet. (deepseek-r1) Zusätzlich empfiehlt sich noch ein entsprechendes Frontend, damit die Nutzung ein bisschen einfacher und ohne Konsole funktioniert. (z. B. https://anythingllm.com/, Chatbox AI: Your AI Copilot, Best AI Client on any device, Free Download)

Allerdings benötigt man für den lokalen Betrieb entweder einen leistungsstarken Server, einen Gaming PC, eine Hochleistungs-Grafikkarte oder einen erheblich großen Arbeitsspeicher.

Ich konnte mit meinem Standard Macbook Air M1 zum Beispiel nur das kleinste r1:1.5b Modell flüssig zum Laufen bringen. Das ist zwar faszinierend und man kann den thinking-Prozess beobachten, aber der Output ist doch qualitativ nicht zu gebrauchen.

Fazit

DeepSeek ist ein leistungsstarkes KI Modell, dass die bisherigen quasi KI Monopolisten ordentlich ins Wanken bringt. Bei der Nutzung sollte man die kostenlose, direkt in China gehostete Web Variante, bzw. die offiziellen Apps eher meiden.

Der OpenSource Ansatz und Möglichkeit, so ein leistungsstarkes Modell lokal betreiben zu können, sind aber vielversprechende Gelegenheiten. Es bleibt zu hoffen, dass es zeitnah DSGVO konforme und damit rechtssicher einsetzbare Lösungen für diejenigen gibt, die nicht in der Lage sind, so ein Modell eigenständig zu betreiben.

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Digitale Arbeitsblätter mit Worksheet.digital – Malte Hecht

Podcast „Das Digitale Duett“, Staffel #2, Episode #04

In dieser Folge erzählt mir der Software Entwickler Malte Hecht von seinem digitalen Arbeitsblatt Generator Worksheet.digital. Mit diesem kostenlosen Angebot, welches man datenschutzkonform im Unterricht einsetzen kann, lassen sich unter anderem Lückentexte, multiple Choice Aufgaben, Textaufgaben und Medien per Link an Schüler verteilen und bekommt die Ergebnisse nach Erledigung übersichtlich angezeigt. Außerdem unterhalten wir uns über neue Entwicklungen, wie durch KI (künstliche Intelligenz) erzeugte Texte, Bilder und Aufgaben und wie diese Technik in Zukunft auch Einfluss auf schulische Arbeitsformen haben wird.

Wo kann man den Podcast hören:

Gast

Malte Hecht
mailto:malte@worksheet.digital

Links

https://worksheet.digital
https://beta.dreamstudio.ai/dream
https://www.question-aid.com/
https://openai.com/dall-e-2/

Präsentiert von:

https://lernsachen.blog

https://anchor.fm/lernsachen