Veröffentlicht in HouseKeeping

Lernsachen Adventskalender 2025

Wie die Zeit vergeht. Vor fast 9 Jahren habe ich den ersten Post in diesem Blog geschrieben. Seitdem ist viel passiert und viele Tipps, Anleitungen und Hintergrundberichte sind hinzu gekommen. Während es damals noch kaum Seiten gab, die sich explizit mit dem Einsatz digitaler Medien insbesondere im Kontext Förderschule beschäftigt haben, ist das Thema inzwischen gut in der Breite angekommen. Im Laufe der Zeit sind viele praxisorientierte Tipps und Anwendungsmöglichkeiten hier gesammelt worden, und ich hoffe, dass ich auch zukünftig noch einige Impulse und kreative Ideen hier veröffentlichen kann.

Deshalb gibt es hier wieder einen Adventskalender für euch. Ab morgen gibt es bis Weihnachten 24 Impulse, Tipps und Anleitungen. Ein Best-of aus 9 Jahren Lernsachen.blog und auch neue Beiträge im Mix. Ihr findet sie einfach hier im Blog oder auf YouTube, Instagram, Mastodon, Bluesky oder LinkedIn.

Viel Spaß dabei!

Veröffentlicht in KI, Programmieren, Scratch, WebApp

Künstliche Intelligent einfach mit Scratch erklären – Die Nasen-Schreib Übung

Die Face Sensing Erweiterung ist aus dem Versuchslabor Scratch Lab endlich als neue Erweiterung in die kostenlose online Scratch Programmierumgebung eingezogen (Scratch – Imagine, Program, Share) und bringt künstliche Intelligenz direkt ins Klassenzimmer – und das auf eine Weise, die Schülerinnen und Schüler sofort verstehen und erleben können. Die Erweiterung nutzt maschinelles Lernen, um Gesichter über eine Webcam zu erkennen und verschiedene Gesichtsbereiche wie Nase, Mund, Augen und Ohren zu verfolgen.

Datenschutz im Fokus: Sicher experimentieren

Ein entscheidender Vorteil für den Schulbereich: Die Face Sensing Extension verarbeitet alle Kamerabilder ausschließlich lokal auf dem Gerät. Keine Daten werden gespeichert oder an externe Server übertragen. Dies macht die Technologie datenschutzrechtlich unbedenklich für den Einsatz in Schulen und ermöglicht es Lehrkräften, KI-Konzepte ohne Bedenken zu thematisieren.

Einfache Programmierung mit großer Wirkung

Die Face Sensing Blöcke funktionieren nach dem bewährten Scratch-Prinzip: Einfache, farbkodierte Befehlsblöcke ermöglichen es auch Programmieranfängern, schnell erste Erfolge zu erzielen. Mit Befehlen wie „Gehe zur Nase“ oder „Folge dem Kopf“ können Sprites (digitale Figuren) präzise auf Gesichtsbewegungen reagieren.

Grundlegende Funktionen der Erweiterung:

  • Erkennung von acht verschiedenen Gesichtsbereichen (Nase, Mund, linkes/rechtes Auge, zwischen den Augen, linkes/rechtes Ohr, Kopfoberseite)
  • Automatische Größenanpassung basierend auf der Entfernung zur Kamera
  • Kopfneigung wird erkannt und kann zur Sprite-Steuerung genutzt werden

Praxisbeispiel: Die Nasen-Schreib-Übung

Ein besonders anschauliches Beispiel für den Unterrichtseinsatz ist die Nasen-Schreib-Übung: Ein blauer Ball folgt der Nase der Person vor der Kamera. Auf dem Bildschirm sind Kugeln in Buchstabenform angeordnet, die nacheinander mit dem nasengesteuerten Ball berührt werden müssen. Diese Übung demonstriert auf spielerische Weise, wie KI Gesichtserkennung funktioniert und macht abstrakte Konzepte konkret erfahrbar.

https://scratch.mit.edu/projects/1226819948

Kreative Möglichkeiten für den Unterricht

Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig und fördern verschiedene Kompetenzen:

Technische Bildung:

  • Verständnis für maschinelles Lernen entwickeln
  • Grundlagen der Gesichtserkennung verstehen
  • Programmierkonzepte praktisch anwenden

Kreative Projekte:

  • Virtuelle Hüte oder Masken, die Kopfbewegungen folgen
  • Interaktive Spiele, die auf Gesichtsausdrücke reagieren
  • Digitale Kunstprojekte mit Gesichtssteuerung

Fazit

Face Sensing in Scratch macht künstliche Intelligenz greifbar, erlebbar und verständlich – eine ideale Grundlage für die KI-Bildung von morgen.

Veröffentlicht in Fortbildung, Informatik, Podcast, Unterricht

Robotik in der Förderschule

Podcast „Das Digitale Duett“ – featuring Marie-Kristin Maier

In dieser Episode werden die Rollen getauscht. Marie-Kristin Maier ist Referendarin im 1. Ausbildungsjahr und hat für ihre Hausarbeit die Form des Experteninterviews als Podcast gewählt. „Digitale Bildung in heterogenen Lerngruppen am Beispiel des Programmierroboters“ war das Thema. Es geht um Programmierroboter als Werkzeug für inklusiven Unterricht, von der Planung bis zur Umsetzung mit praxisnahen Einblicken und Tipps für Lehrkräfte. Ich durfte als Experte für Robotik und Informatik im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung Rede und Antwort stehen. Die Erkenntnisse aus Marie-Kristins Recherchen und aus dem Gespräch: „Ich brauche keine Scheu vor dem Einsatz von Robotik im FsgE zu haben – im Gegenteil! Programmierroboter bereiten Schülerinnen und Schülern nicht nur großen Spaß, sondern fördern gleichzeitig wichtige Kompetenzen, wie Problemlösefähigkeit, logisches Denken und kreatives Arbeiten. Das Gespräch hat mir wertvolle Hinweise gegeben, wie sich Unterrichtsschritte planen lassen und wie ein Einstieg in die Robotik gelingen kann. Auf jeden Fall macht es Lust auf mehr digitale Bildung und besonders auf mehr Robotik im FsgE!“

Podcast Host:

Marie-Kristin Maier

Referendarin im 1. Ausbildungsjahr

info@maier.media

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