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Schiebesachen: Barrierefreie, multimediale Zuordnungsübungen einfach erstellen

​Zuordnungsübungen gehören zu den anschulichsten Aufgabenformaten im Unterricht: Bild und Wort, Menge und Zahl, Begriff und Oberbegriff werden einander zugeordnet. Mit dem Schiebesachen-Editor lassen sich solche Übungen barrierearm und multimedial gestalten. Mit anpassbaren Schriften, eigenen Bildern, eigenen Audioaufnahmen und optionaler Sprachausgabe. Das Ergebnis ist eine einzelne HTML-Datei, die kostenlos, ohne Anmeldung und datenschutzkonform eingesetzt werden kann.

Zum Online Editor: https://lernsachen.online/schiebesachen

Taskcard mit Beispielen fertiger Übungen: https://bycs.link/schiebesachen

Github Repository mit Download Option: https://github.com/Majort0m0/Schiebesachen

Warum noch ein Editor?

Schon wieder eine selbst entwickelte App. Und dazu für ein Aufgabenformat, das es längst gibt? Das werden einige zu Recht anmerken: Werkzeuge wie H5P oder LearningApps bieten seit Jahren Zuordnungsübungen an.

Im Einsatz an der Förderschule hat mir bei diesen Werkzeugen jedoch immer etwas gefehlt. Vermisst habe ich vor allem folgende Funktionen:

  • die Anpassung der Schriften an die Lesevoraussetzungen der Lernenden
  • eine einfache, direkt integrierte Bildersuche
  • die unkomplizierte Verwendung eigener Bilder, etwa Fotos aus dem Klassenzimmer
  • das Einbinden eigener Audioaufnahmen
  • eine optionale Sprachausgabe

Hinzu kam ein zweiter Anspruch: Die Bedienung sollte so einfach und intuitiv wie möglich sein. Eine Übung soll in wenigen Minuten entstehen, ohne Einarbeitung in umfangreiche Menüs. Aus diesen Anforderungen ist der Schiebesachen-Editor entstanden.

Der Schiebesachen-Editor im Überblick

Mit Schiebesachen erstellen Lehrkräfte interaktive Zuordnungsübungen, bei denen Lernende Elemente an die passende Stelle schieben. Die Elemente können aus Text, Bild und Ton bestehen, einzeln oder kombiniert.

Funktionen

  • Anpassbare Schriften: Schriftart und Schriftgröße lassen sich an die Lesevoraussetzungen der Lerngruppe anpassen.
  • Integrierte Bildersuche: Passende Bilder werden direkt im Editor gesucht und eingefügt. Das separate Herunterladen und Abspeichern entfällt.
  • Eigene Bilder: Fotos und Grafiken vom eigenen Gerät lassen sich einbinden, etwa Aufnahmen von Gegenständen aus dem Klassenzimmer oder in der Klasse verwendete Symbole.
  • Eigene Audioaufnahmen: Zu den Elementen können Tonaufnahmen hinterlegt werden, zum Beispiel ein eingesprochenes Wort.
  • Optionale Sprachausgabe: Texte lassen sich auf Wunsch vorlesen. Die Funktion wird je nach Übungsziel aktiviert oder deaktiviert.
  • Einfache Bedienung: Der Editor beschränkt sich auf die Schritte, die für eine Zuordnungsübung nötig sind.

Weitere Eigenschaften

  • Kostenlos: Es fallen weder Lizenzkosten noch Abonnements an.
  • Datenschutzkonform: Es werden keine personenbezogenen Daten verarbeitet (Details im Abschnitt Datenschutz).
  • Flexibel einsetzbar: Jede Übung wird als einzelne HTML-Datei gespeichert und lässt sich auf unterschiedlichen Wegen bereitstellen (Details im Abschnitt Praktische Umsetzung).

Sonderpädagogischer Bezug

Zuordnen ist eine grundlegende kognitive Operation: Gleiches wird erkannt, Zusammengehöriges verbunden, Begriffe werden gebildet. Für viele Schülerinnen und Schüler ist das Format daher ein besonders hillfreicher Zugang zu Lerninhalten, insbesondere in den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung, Lernen, Sprache und Hören.

  • Multimodalität im Sinne des Universal Design for Learning (UDL): Inhalte werden gleichzeitig als Text, Bild und Ton angeboten. Lernende nutzen den Zugangskanal, der ihren Voraussetzungen entspricht.
  • Teilhabe ohne Lesekompetenz: Bilder, Audioaufnahmen und Sprachausgabe ermöglichen es auch nicht oder wenig lesenden Schülerinnen und Schülern, Übungen selbstständig zu bearbeiten.
  • Lebensweltbezug durch eigene Bilder: Im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung fällt der Transfer von abstrakten Symbolen auf reale Gegenstände oft schwer. Fotos aus der eigenen Umgebung (Klassenzimmer, Schulküche, Pausenhof) erleichtern das Wiedererkennen.
  • Vertraute Stimme: Eigene Audioaufnahmen erlauben es, Begriffe mit der Stimme der Lehrkraft und in den in der Klasse üblichen Formulierungen anzubieten. Das schafft Sicherheit und Wiedererkennung.
  • Anpassung an Lesevoraussetzungen: Schriftart und -größe lassen sich auf einzelne Lernende abstimmen, etwa bei Sehbeeinträchtigungen oder im Erstleseunterricht.
  • Unterstützte Kommunikation (UK): Symbole, die in der Klasse bereits zur Kommunikation genutzt werden, lassen sich als eigene Bilder einbinden. Übungen und Kommunikationshilfen bleiben so einheitlich.
  • Reduktion und Struktur: Lehrkräfte bestimmen Umfang und Inhalt jeder Übung selbst. So lässt sich die kognitive Belastung gezielt steuern, was Lernenden mit Aufmerksamkeitsschwierigkeiten entgegenkommt.

Hinweis zur Motorik: Das Verschieben von Elementen setzt feinmotorische Fähigkeiten voraus. Im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung sollte geprüft werden, ob die Bedienung mit dem Finger, mit Eingabestift oder mit alternativen Eingabegeräten gelingt.

Praktische Umsetzung

Eine Übung erstellen

  1. Den Schiebesachen-Editor im Browser öffnen und die Übung benennen.
  2. Die Zuordnungspaare anlegen: Für jedes Element Text, Bild (über die Bildersuche oder vom eigenen Gerät) und bei Bedarf eine Audioaufnahme hinterlegen.
  3. Die Darstellung festlegen: Schrift anpassen und die Sprachausgabe aktivieren oder deaktivieren.
  4. Die Übung selbst einmal durchspielen und prüfen.
  5. Die Übung als HTML-Datei speichern.

Einsatzwege der HTML-Datei

Jede Übung ist eine einzelne HTML-Datei. Sie öffnet sich in jedem aktuellen Browser und lässt sich ohne zusätzliche Software auf verschiedenen Wegen bereitstellen:

  • Lokal vom Computer: Die Datei wird auf dem Rechner oder einem USB-Stick gespeichert und per Doppelklick geöffnet. Das eignet sich für Einzelarbeitsplätze und die gemeinsame Bearbeitung am digitalen Whiteboard.
  • Auf dem iPad: Die Datei wird in einer Dateiverwaltungs-App wie Documents von Readdle abgelegt und dort geöffnet. So steht die Übung etwa in Freiarbeit oder Wochenplan direkt auf den Geräten der Lernenden zur Verfügung.
  • Auf einer TaskCards-Pinnwand: Die Datei wird an eine Karte angehängt. Lernende öffnen die Übung direkt aus der Pinnwand, auf der auch die übrigen Materialien einer Unterrichtseinheit gesammelt sind.
  • In einer Lernplattform: Die Datei lässt sich in Lernplattformen wie Moodle als Material in einen Kurs einbinden.

Besonderheit: ByCS-Lernplattform

In der Lernplattform der BayernCloud Schule (ByCS) genügt es, die Übung per Drag-and-Drop in einen Kurs zu ziehen. Die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler erscheinen anschließend in einer Lernstandsübersicht im Kurs. Lehrkräfte erhalten so ohne zusätzlichen Aufwand einen Überblick über den Bearbeitungsstand der Lerngruppe.

Datenschutz

Schiebesachen verarbeitet keine personenbezogenen Daten. Es gibt keine Benutzerkonten, keine Registrierung und keine Speicherung von Übungen oder Ergebnissen auf einem Server des Anbieters.

Was das konkret bedeutet

  • Keine Anmeldung: Weder Lehrkräfte noch Lernende legen ein Konto an. Namen, E-Mail-Adressen oder Passwörter werden nicht erfasst.
  • Speicherung nur auf dem eigenen Gerät: Die fertige Übung wird als Datei gespeichert und verbleibt dort, wo die Lehrkraft sie ablegt.
  • Eigene Medien bleiben in der Datei: Eigene Bilder und Audioaufnahmen werden in die HTML-Datei eingebettet und nicht an einen Server übertragen.
  • Keine Erfassung von Schülerergebnissen: Bearbeiten Lernende eine Übung, speichert oder übermittelt Schiebesachen ihre Eingaben nicht. (Außer bei Verwendung als Lernpaket in einer Lernplattform)
  • Kein Tracking, keine Werbung: Es werden keine Analyse- oder Werbedienste eingesetzt.

Bildersuche und Sprachausgabe

Zwei Funktionen berühren technisch bedingt externe Dienste. Daten der Lernenden sind dabei nicht betroffen.

  • Bildersuche: Die Lehrkraft nutzt die Suche im Editor. Übermittelt wird nur der Suchbegriff, etwa „Apfel“, sowie – wie bei jedem Webseitenaufruf – die IP-Adresse des Geräts.
  • Sprachausgabe: Die optionale Sprachausgabe nutzt die Stimmen des Browsers bzw. Betriebssystems. Bei den meisten Stimmen erfolgt die Ausgabe lokal auf dem Gerät; einige Browser bieten zusätzlich Online-Stimmen an, bei denen der vorzulesende Text an den Browserhersteller übertragen werden kann.

Einbindung in Lernplattformen

Wird die Übung in die ByCS-Lernplattform eingebunden, erfasst die Plattform die Bearbeitungsergebnisse für die Lernstandsübersicht. Diese Verarbeitung erfolgt innerhalb der schulischen Lernplattform und unterliegt deren Datenschutzregelungen, nicht durch Schiebesachen.

Hinweis zu eigenen Fotos und Aufnahmen

Bei eigenen Fotos gilt das Recht am eigenen Bild: Erkennbare Personen, insbesondere Schülerinnen und Schüler, sollten nur mit Einwilligung abgebildet werden. Das gilt ebenso für Audioaufnahmen, in denen Lernende zu hören sind. Für Zuordnungsübungen genügen in der Regel Fotos von Gegenständen, Räumen oder Händen.

Methodisch-didaktische Hinweise

Planung und Gestaltung

  • Vom Konkreten zum Abstrakten: Handelnde Erfahrungen mit realen Gegenständen sollten der digitalen Übung vorausgehen. Anschließend können Realfotos schrittweise durch Piktogramme und schließlich durch Schrift ersetzt werden.
  • Umfang klein halten: Mit drei bis vier Zuordnungspaaren beginnen. Den Umfang erst steigern, wenn die Bedienung sicher beherrscht wird.
  • Konsistente Gestaltung: Dieselbe Schrift und dieselben Symbole verwenden wie auf Arbeitsblättern und Kommunikationshilfen der Klasse.
  • Differenzierung durch Varianten: Dieselbe Übung in mehreren Fassungen speichern, zum Beispiel mit Bild und Ton, nur mit Bild oder nur mit Schrift. So arbeiten alle Lernenden am gleichen Inhalt auf unterschiedlichem Niveau.

Sprachausgabe und Audio gezielt einsetzen

  • Leseübungen: Steht das Erlesen im Mittelpunkt, bleibt die Sprachausgabe deaktiviert. Andernfalls ersetzt das Zuhören den Leseprozess.
  • Begriffsbildung und Sachunterricht: Geht es um Wortschatz oder Sachwissen, entlastet die Sprachausgabe leseschwache Lernende und hält den Fokus auf dem Inhalt.
  • Eigene Aufnahmen: Bei Begriffen mit regionaler oder fachspezifischer Aussprache sind eigene Aufnahmen der Sprachausgabe oft überlegen.

Unterrichtsorganisation

  • Bedienung modellieren: Die Schiebebewegung zunächst am digitalen Whiteboard vormachen und gemeinsam ausprobieren, bevor Lernende selbstständig arbeiten.
  • Analoge Verknüpfung: Dieselben Bilder als ausgedruckte Bildkarten nutzen. Die digitale Übung setzt dann eine bekannte, handelnde Aufgabe fort.
  • Lernende als Ersteller: Aufgrund der einfachen Bedienung können Schülerinnen und Schüler selbst Übungen für Mitschülerinnen und Mitschüler erstellen (Lernen durch Lehren).
  • Lernstandsübersicht reflektiert nutzen: In der ByCS liefern die Ergebnisse Hinweise für Förderplanung und Differenzierung. Sie ersetzen jedoch nicht die Beobachtung des Lernprozesses.

Fazit

Schiebesachen greift ein bewährtes Aufgabenformat auf und ergänzt es um Funktionen, die im inklusiven Unterricht häufig fehlen: anpassbare Schriften, eigene Bilder, eigene Audioaufnahmen und eine optionale Sprachausgabe. Die Übungen entstehen ohne Anmeldung, sind kostenlos und verarbeiten keine Schülerdaten.

Als einzelne HTML-Datei lassen sie sich flexibel einsetzen, vom Einzelarbeitsplatz über das iPad und TaskCards bis zur ByCS-Lernplattform mit Lernstandsübersicht. Damit eignet sich der Editor für Förderschulen ebenso wie für inklusive Lerngruppen an Regelschulen.

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TippTrainer-Update: Lokale Serverlösungen, Gamification und neue Exportfunktionen

Das Schreiben mit der Tastatur stellt für viele Schülerinnen und Schüler eine wesentliche Entlastung gegenüber der Handschrift dar. Damit ein kontinuierliches Tastaturtraining im Schulalltag gelingt, müssen Lernanwendungen jedoch drei zentrale Hürden überwinden: Sie müssen datenschutzkonform ohne komplexe Anmeldeprozesse funktionieren, barrierefreie Funktionen mitbringen und sich flexibel an individuelle Lernvoraussetzungen anpassen lassen.

Mit dem aktuellen Update erfährt die freie Lernanwendung TippTrainer eine umfassende technische und didaktische Erweiterung. Neben zahlreichen Fehlerbehebungen (Bugfixes) führt die neue Version lokale Server-Betriebsmodi für verschiedene Betriebssysteme, ein steuerbares Belohnungssystem sowie erweiterte Exportfunktionen für Arbeitsblätter und Lernplattformen wie die BayernCloud Schule (ByCS) ein.

Warum ein angepasstes Tastaturtraining?

In heterogenen Lerngruppen und an Förderschulen stoßen standardisierte Schreiblernprogramme häufig an ihre Grenzen. Ein zu hohes Grundtempo, starre Übungsabfolgen oder überfrachtete Benutzeroberflächen führen schnell zu Frustration.

Die neuen Funktionen des TippTrainers unterstützen einen individualisierbaren Ansatz :

  • Kognitive und motorische Differenzierung: Lehrkräfte können eigene Lektionen erstellen, die exakt auf den aktuellen Unterrichtswortschatz (z. B. im Schriftspracherwerb oder im Fachunterricht) sowie auf die motorischen Fähigkeiten einzelner Lernender zugeschnitten sind.
  • Strukturierte Motivationsförderung: Schülerinnen und Schüler profitieren von unmittelbarem Feedback und klaren Token-Systemen. Die neue, profilbasierte Gamification-Option nutzt dieses Prinzip, begrenzt die Spielzeit jedoch konsequent durch ein tägliches Limit.
  • Multimodale Verknüpfung: Durch die Möglichkeit, Übungen als klassische Arbeitsblätter auszudrucken, wird eine Brücke zwischen analoger Vorstrukturierung und digitaler Umsetzung geschlagen.

Praktische Umsetzung: Neue Betriebsmodi für den Schulalltag

Neben der bewährten Single-File-HTML-Variante stehen ab sofort dedizierte Server-Versionen für macOS, Windows, Linux sowie speziell für den Raspberry Pi zur Verfügung. Diese Architektur ermöglicht eine vollständige Datenhaltung im lokalen Schulnetzwerk, ohne dass externe Server oder Cloud-Dienste eingebunden werden müssen. Sämtliche Schülerprofile, individuellen Lektionen und Lernergebnisse verbleiben lokal auf dem jeweiligen Host-Gerät.

Für den schulischen Einsatz ergeben sich daraus drei zentrale Anwendungsszenarien:

1. Ad-hoc-Einsatz über den Computer der Lehrkraft

Für einzelne Unterrichtsstunden oder den mobilen Einsatz in verschiedenen Klassenzimmern startet die Lehrkraft die Server-Version direkt auf ihrem Dienst- oder Klassenzimmercomputer. Das Programm generiert automatisch eine übersichtliche Infoseite mit einem Direktlink und einem QR-Code, die beispielsweise über das digitale Whiteboard projiziert werden kann. Die Schülerinnen und Schüler scannen den QR-Code mit der Kamera ihres iPads oder Tablets, woraufhin sich der TippTrainer im Browser über das lokale Netzwerk öffnet. Alle Lernstände werden unmittelbar auf dem Computer der Lehrkraft gesichert..

2. Dauerhafte Lernstation über einen Raspberry Pi

Für Schulen oder Klassenstufen, die den TippTrainer dauerhaft im Wochenplan oder in der Freiarbeit verankern möchten, bietet sich die Installation auf einem Raspberry Pi (oder auf einem Schulserver oder NAS) an. Der Einplatinenrechner wird per LAN oder WLAN in das schulische Netzwerk eingebunden und fungiert als autarker lokaler Lernserver. Alle Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler im selben Netzwerk können jederzeit per Link oder ausgehängtem QR-Code auf ihre Profile und Übungen zugreifen. Die Datenverwaltung erfolgt zentral und datenschutzkonform auf dem Raspberry Pi.

3. Verzahnung mit der Online-Version für Vorbereitung und Hausaufgaben

Die bekannte Web-Version unter https://lernsachen.online/tipp-trainer/ bleibt weiterhin als ergänzendes Werkzeug bestehen. Sie eignet sich für das Üben zu Hause sowie für die Unterrichtsvorbereitung der Lehrkraft: Neue Lektionen lassen sich am heimischen Arbeitsplatz im Browser erstellen, als Datei exportieren und anschließend in der Schule in die lokale Server-Version (etwa auf dem Raspberry Pi) importieren.

Funktionserweiterungen: Gamification und neue Exportformate

Über die neue Server-Architektur hinaus erweitert das Update die didaktischen Möglichkeiten durch Motivationsanreize und vielseitige Schnittstellen.

Eingebaute KI Prompts zum Erstellen von Lektionen

Neue individuelle Übungen können in 6 unterschiedlichen Übungsformen mit Hilfe eingebauter KI Prompts erstellt werden. Der Prompt wird über eingebaute Liks an gängige Chatbots übertragen. Der Assistent erstellt im Dialog passgenaue Übungen in geeignetem Niveau, Sprachstil und Länge. Das KI Ergebnis kann einfach über die Zwischenablage in den Lektionen Editor übernommen werden.

Gezielte Belohnung durch integrierte „Spielhalle“

Auf Wunsch kann für jedes Schülerprofil individuell eine Gamification-Option aktiviert werden. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer Tipp-Aufgabe erhalten die Lernenden eine Belohnung in Form virtueller Münzen. Um eine Verschiebung des Unterrichtsfokus hin zum reinen Spielen zu verhindern, ist der Verdienst auf maximal drei Münzen pro Tag begrenzt.

Diese Münzen können in der integrierten „Spielhalle“ für kurze Pausen-Einheiten eingelöst werden. Zur Auswahl stehen vier klassische, leicht verständliche Mini-Spiele:

  • Mampf-Man (Labyrinth-Geschicklichkeitsspiel)
  • Tetris (Räumliches Denken und Reaktion)
  • Vollgas (Reaktions-Rennspiel)
  • Super Hüpfer (Klassisches Jump-’n’-Run-Prinzip)

Arbeitsblätter, Offline-Widgets und SCORM-Export

Für die Unterrichtsvorbereitung und die Einbindung in bestehende Lernmanagementsysteme wurden drei neue Exportformate integriert:

  1. Druckbare Arbeitsblätter: Zu den digitalen Übungen lassen sich passgenaue Arbeitsblätter generieren und ausdrucken, um Texte vorab zu erlesen, Silben zu markieren oder Schreibaufgaben handschriftlich zu ergänzen.
  2. Standalone-HTML-Widget (Offline): Einzelne Übungen können als eigenständige HTML-Datei exportiert werden. Diese Datei lässt sich ohne Server oder Internetverbindung auf jedem Endgerät öffnen – ideal für die Weitergabe einzelner Wochenplan-Aufgaben.
  3. SCORM-Lernpakete: Komplette Übungen können als SCORM-Paket exportiert und direkt in schulische Lernplattformen wie Mebis / ByCS (BayernCloud Schule) oder Moodle eingebunden werden.

Methodisch-didaktische Hinweise für den Unterrichtseinsatz

Um das Potenzial der neuen Funktionen im sonderpädagogischen Alltag optimal auszuschöpfen, empfehlen sich folgende methodische Vorgehensweisen:

  • Profilbasierte Steuerung der Gamification nutzen: Nicht jede Schülerin und jeder Schüler profitiert gleichermaßen von Spielelementen. Während das Münzsystem bei vielen Lernenden die Anstrengungsbereitschaft deutlich erhöht, kann es bei Kindern mit starker Reizoffenheit zu Ablenkung führen. Die Aktivierung sollte daher gezielt pro Profil erfolgen.
  • Vorstrukturierung durch analoge Arbeitsblätter: Im Förderschwerpunkt Lernen oder Sprache empfiehlt es sich, neue Übungswörter zunächst auf dem ausgedruckten Arbeitsblatt zu besprechen, Lesehilfen einzuzeichnen und erst im zweiten Schritt die motorische Umsetzung an der Tastatur zu trainieren.
  • Feste Rituale mit QR-Codes etablieren: Wird die Raspberry-Pi-Variante genutzt, kann der Zugangs-QR-Code laminiert am Arbeitsplatz oder in der iPad-Mappe der Lernenden hinterlegt werden. Dies fördert die Selbstständigkeit in offenen Unterrichtsphasen.
  • Integration in digitale Lernpfade (ByCS): Durch den SCORM-Export lassen sich Tippübungen nahtlos als ein Baustein in umfassendere Lerplattform-Kurse integrieren – beispielsweise als abschließende Sicherungsübung nach der Erarbeitung eines Sachthemas.

Fazit und Bezugsquellen

Mit dem aktuellen Update entwickelt sich der TippTrainer von einem reinen Browser-Werkzeug zu einer vielseitigen, lokal betreibbaren Lernumgebung für Schulen. Insbesondere die Kombination aus datenschutzkonformer lokaler Datenhaltung, einfacher Zugang über qR-Codes, pädagogisch begrenzter Gamification und dem Export für Plattformen wie die ByCS bietet einen hohen praktischen Mehrwert für den inklusiven und sonderpädagogischen Unterricht.

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Tipp-Trainer: Kostenlose Lese- und Schreib-App für die Förderschule

Der Tipp-Trainer ist eine kostenlose, von mir entwickelte Lern-App, die speziell für den Einsatz in der Förderschule entwickelt wurde. Lehrkräfte erstellen individualisierbare Lektionen in sechs Übungsformaten: Bilddiktat, Hördiktat, Wortdiktat, Lese-Training, Lückentext und Abtippen.
Das Besondere: Die App visualisiert Übungswörter automatisch mit kostenlosen Bildern (ARASAAC-Piktogramme und Wikipedia) – ohne mühsame Bildersuche. In jeder Übung stehen unterstützende Hilfen bereit, etwa Sprachausgabe oder Blitzlesen, sodass jedes Kind in seinem Tempo arbeiten kann.
Lerngruppen, Schülerprofile und der individuelle Lernverlauf lassen sich einfach organisieren; falsch geschriebene Wörter sammelt die App automatisch als persönliche Lernwörter.
Zahlreiche Exportoptionen runden das Paket ab: druckfertige PDF-Arbeitsblätter, eigenständige HTML-Widgets und SCORM-Pakete für die Lernplattform – inklusive Ergebnisprotokollierung in Moodle bzw. ByCS.

Einfach ausprobieren: Die App läuft direkt im Browser, ganz ohne Installation.

https://lernsachen.online/tipp-trainer/

Admin Passwort: 1234

Ausführliche Beschreibung

Tipp-Trainer — Hilfe & Anleitung

Der Tipp-Trainer ist ein Schreib- und Lesetrainer für Schulkinder. Diese Anleitung ist in zwei Teile gegliedert: Für Schüler:innen (Bedienung der Übungen) und Für Admins & Lehrkräfte (Verwaltung, Lektionserstellung, Datensicherung).


Teil 1: Für Schüler:innen

Erste Schritte: Gruppe finden & Profil erstellen

Wenn du die App öffnest, siehst du zuerst alle Lerngruppen. Suche deine Klasse oder Gruppe und tippe sie an.

  • Hat eine Gruppe ein Schloss, brauchst du ein Passwort. Das bekommst du von deiner Lehrerin oder deinem Lehrer.
  • Die Gruppe „Spielplatz“ ist für alle offen. Hier darfst du immer ein eigenes Profil anlegen und alles ausprobieren.

Profil erstellen:

  1. Tippe in deiner Gruppe auf „Neues Profil“.
  2. Gib deinen Namen ein.
  3. Suche dir ein Symbol (Emoji) aus — daran erkennst du dein Profil später. Mit dem Suchfeld findest du es schnell: Tippe einfach ein, was du suchst (z. B. „Hund“ oder „Stern“).
  4. Tippe auf „Speichern“.

💡 Du siehst den Knopf „Neues Profil“ nicht? Dann hat deine Lehrkraft das Anlegen von Profilen ausgeschaltet — sie legt dein Profil für dich an.

Beim nächsten Mal musst du kein Profil mehr erstellen: Wähle einfach deine Gruppe und tippe auf dein Symbol.

Meine Übersicht

Nachdem du dein Profil angetippt hast, landest du auf deiner persönlichen Übersicht. Hier findest du:

  • Lernwörter (rote Karte ganz oben): Wörter, die du noch üben solltest. Mehr dazu im Kapitel Lernwörter.
  • Meine Lektionen: Deine Übungs-Karten. Auf jeder Karte stehen der Name, die Übungsart und dein Fortschritt. Mit dem Start-Knopf geht es los.
  • Abgeschlossene Lektionen: Fertige Lektionen rutschen nach unten. Du kannst sie jederzeit noch einmal üben.
  • „Lektion laden“: Öffnet eine Bibliothek mit fertigen Übungen. Suche dir eine aus — sie wird in deine Liste kopiert.
  • Reihenfolge ändern: Halte eine Lektionskarte am Griff links gedrückt und ziehe sie nach oben oder unten. Die neue Reihenfolge wird gespeichert.

Die Kopfzeile oben:

  • Tippe auf den Gruppennamen, um dich abzumelden und zur Profilauswahl zurückzukehren.
  • Mit dem Lautsprecher-Knopf neben deinem Namen kannst du die Vorlese-Stimme und das Tempo einstellen.

So läuft eine Übung ab

Oben in jeder Übung siehst du den grünen Fortschrittsbalken und daneben einen Zähler wie „3 / 10″. So weißt du immer, wie viel du schon geschafft hast. Mit dem Pause-Knopf links kannst du die Übung verlassen.

Wort schreiben und prüfen:

  1. Schreibe das gesuchte Wort in das Eingabefeld.
  2. Drücke die Enter-Taste oder tippe auf den Prüfen-Knopf.
  3. Ist alles richtig, geht es sofort mit dem nächsten Wort weiter. Perfekt! (grün)

Wenn ein Fehler passiert:

  1. Die App zeigt dir genau, wo der Fehler steckt: Der falsche Teil ist rot durchgestrichen, der richtige Teil steht in Grün daneben.
  2. Schau dir das Wort gut an und tippe dann auf „Korrigieren“.
  3. Du hast genau einen zweiten Versuch. Klappt er, gilt das Wort als „geübt“ (gelb).
  4. Klappt auch der zweite Versuch nicht, wird das Wort als „nicht geschafft“ (rot) markiert und wandert automatisch in deine Lernwörter.

💡 Die App merkt sogar, ob nur die Groß- und Kleinschreibung falsch war oder ob deine Feststelltaste (Caps Lock) an ist — und gibt dir dann einen extra Tipp.

Wenn alle Wörter geschafft sind, bekommst du deine Urkunde.

Die Übungsarten

Es gibt zwei Familien von Lektionen: Wörterlisten und Fließtexte. Das Symbol auf der Lektionskarte verrät dir die Übungsart.

Wörterlisten:

  • Bilddiktat: Du siehst ein Bild und schreibst das passende Wort.
  • Hördiktat: Du hörst das Wort und schreibst es auf. Mit dem Lautsprecher kannst du es dir so oft anhören, wie du willst.
  • Wortdiktat: Das Wort wird dir gezeigt und du schreibst es ab. Gut zum genauen Hinschauen!

Fließtexte:

  • Lesen: Der Text wird vorgelesen und die Wörter leuchten beim Lesen mit. Mit dem Fragezeichen-Knopf startest du ein Bilder-Quiz: Du siehst ein Bild und musst das passende Wort im Text finden und antippen.
  • Lückentext: Im Text fehlen einzelne Wörter (gestrichelte Lücken). Tippe eine Lücke an und schreibe das fehlende Wort hinein. Auch hier hast du bei einem Fehler einen zweiten Versuch.
  • Abtippen: Du tippst den ganzen Text Wort für Wort ab. Mit der Leertaste oder einem Satzzeichen bestätigst du ein Wort. Der Lautsprecher liest dir den aktuellen Satz als Diktat vor, das Auge zeigt dir den Satz kurz an (Blitzlesen).

Hilfen: Auge & Lautsprecher

In jeder Übung stehen dir zwei Helfer zur Seite:

  • Lautsprecher: Liest dir das gesuchte Wort (oder beim Abtippen den ganzen Satz) laut vor. Du kannst so oft draufdrücken, wie du willst.
  • Auge (Blitzlesen): Zeigt dir das gesuchte Wort für einen kurzen Moment an. Präge es dir gut ein — dann verschwindet es wieder und du schreibst es aus dem Kopf.

💡 Hilfen zu benutzen ist erlaubt und schlau! Die App zählt nur mit, wie oft du Hilfe gebraucht hast — die Zahl steht später auf deiner Urkunde.

Die Stimme einstellen: Klingt die Vorlese-Stimme komisch oder zu schnell? Tippe oben in der Kopfzeile auf den kleinen Lautsprecher-Knopf neben deinem Namen. Dort kannst du eine andere Stimme auswählen und das Tempo ändern.

Lernwörter

Deine Lernwörter sind deine persönliche Merkliste: Jedes Wort, das im zweiten Versuch nicht geklappt hat, landet automatisch hier.

  • Du findest die Lernwörter als rote Karte ganz oben auf deiner Übersicht.
  • Du kannst sie wie eine normale Lektion üben — zum Beispiel als Bild-, Hör- oder Wortdiktat.
  • Schreibst du ein Lernwort beim Üben richtig, wird es von der Liste gestrichen. Ziel: eine leere Lernwörter-Liste!

💡 Lernwörter sind nichts Schlimmes — sie zeigen dir genau, welche Wörter noch Training brauchen. So übst du nie das Falsche.

Urkunde & PDF

Wenn du eine Lektion komplett geschafft hast, bekommst du deine Urkunde. Darauf steht:

  • Dein Name, die Lektion, die Übungsart und das Datum,
  • wie lange du gebraucht hast und wie oft du Hilfe benutzt hast,
  • eine Liste aller Wörter: Perfekt (grün), Geübt (gelb) und Nicht geschafft (rot).

Mit dem Knopf „PDF Download“ speicherst du die Urkunde als PDF-Datei. Die kannst du ausdrucken oder deiner Lehrkraft zeigen. Mit „Fertig“ geht es zurück zu deiner Übersicht.


Teil 2: Für Admins & Lehrkräfte

Admin-Modus

Alle Verwaltungsfunktionen der App sind hinter dem Admin-Modus verborgen, damit Schüler:innen nichts versehentlich verstellen oder löschen können.

  1. Aktivieren Sie oben rechts den Schalter „Admin“.
  2. Geben Sie das Admin-Passwort ein. (default: 1234)
  3. Ein orangefarbener Rahmen um die App zeigt an: Der Admin-Modus ist aktiv. Zusätzliche orange Knöpfe werden sichtbar.

Im Admin-Modus können Sie: Gruppen und Profile anlegen, verschieben und löschen, Lektionen erstellen und bearbeiten, Bilder verwalten, Daten importieren/exportieren und die Speicherung konfigurieren.

⚠️ Schalten Sie den Admin-Modus wieder aus, bevor Schüler:innen am Gerät arbeiten — sonst haben sie Zugriff auf alle Verwaltungs- und Löschfunktionen.

Gruppen verwalten

Gruppen sind die oberste Ebene der App (z. B. eine Klasse). Jede Gruppe enthält Profile, jedes Profil enthält Lektionen.

Neue Gruppe erstellen:

  1. Admin-Modus aktivieren und zur Gruppenauswahl gehen (Logo oben links antippen).
  2. Auf die Kachel „Neue Gruppe“ tippen.
  3. Namen vergeben (z. B. „Klasse 3b“) und optional ein Symbol (Emoji) für die Kachel auswählen — das Suchfeld versteht deutsche Begriffe.
  4. Optional ein Gruppen-Passwort setzen. Mit Passwort müssen Schüler:innen dieses beim Betreten der Gruppe eingeben.

Bestehende Gruppen lassen sich im Admin-Modus über den Stift-Knopf auf der Gruppenkachel nachträglich bearbeiten (Name, Symbol und Passwort).

System-Gruppen:

  • Spielplatz: Offene Probier-Gruppe. Hier dürfen Schüler:innen immer selbst Profile anlegen. Kann nicht gelöscht werden.
  • Vorlagen: Die Lektions-Bibliothek. Profile in dieser Gruppe dienen als Themenordner — die Kachel zählt sie deshalb als „Kategorien“. Ihre Lektionen erscheinen bei allen Schüler:innen unter „Lektion laden“ (siehe Kapitel Lektionen verteilen). Kann ebenfalls nicht gelöscht werden.

Sichern & Wiederherstellen:

  • „Gruppe sichern“ / „Gruppe laden“ (in der Profilübersicht einer Gruppe): Exportiert bzw. importiert alle Profile und Lektionen einer Gruppe als JSON-Datei.
  • „Gesamt-Backup“ (in der Gruppenauswahl): Sichert die komplette App — alle Gruppen, Profile und Lektionen — in einer Datei. Regelmäßig empfohlen (siehe Kapitel Speicherung & Cloud).

Profile verwalten

Ein Profil gehört genau einer Gruppe und speichert die Lektionen, den Lernstand und die Lernwörter eines Kindes.

Anlegen: Profile können Sie im Admin-Modus über „Neues Profil“ in der Profilübersicht anlegen (Name + Symbol). Ob Schüler:innen das auch selbst dürfen, steuern Sie pro Gruppe über „Admin Optionen“ auf der Profil-Übersichtsseite eines beliebigen Profils → Schalter „Nutzer dürfen Profile erstellen“. In der Gruppe „Spielplatz“ ist das Anlegen immer erlaubt.

Verschieben, Kopieren, Löschen: Im Admin-Modus erscheint an jeder Profil-Kachel ein Verwaltungs-Knopf. Damit können Sie das Profil in eine andere Gruppe verschieben, dorthin kopieren (z. B. beim Klassenwechsel) oder löschen.

Weitere Funktionen:

  • Profil exportieren / Profil Import: Ein einzelnes Profil samt Lektionen und Lernstand als JSON-Datei sichern oder einspielen — praktisch für den Umzug auf ein anderes Gerät (siehe Kapitel Import & Export).
  • Lernwörter verwalten: Über das Zahnrad an der Lernwörter-Karte können Sie die automatisch gesammelten Fehlerwörter einsehen, ergänzen oder entfernen.

Lektionen erstellen & bearbeiten

Öffnen Sie im Admin-Modus die Übersicht eines Profils und tippen Sie auf „Lektion erstellen“. Der Editor öffnet sich; bestehende Lektionen bearbeiten Sie über den Stift an der Lektionskarte.

  1. Name der Lektion vergeben.
  2. Typ wählen: Wörterliste (einzelne Wörter, mit Komma getrennt eingeben) oder Fließtext (zusammenhängenden Text eingeben).
  3. Den Übungsmodus festlegen (siehe Kapitel Lektionstypen & Einstellungen).
  4. Speichern.

Bilder verwalten: Über „Bilder verwalten“ sucht die App automatisch passende Bilder zu jedem Wort (ARASAAC-Piktogramme und Wikipedia). Pro Wort können Sie:

  • gefundene Bilder aktivieren oder deaktivieren,
  • per manueller Suche oder Bild-URL ein eigenes Bild hinterlegen,
  • das Vorschaubild der Lektion festlegen.

Bei Fließtexten bestimmen die zugeordneten Bilder außerdem, welche Wörter im Bilder-Quiz des Lese-Modus abgefragt werden.

Lücken auswählen (nur Lückentext): Beim Modus „Lückentext“ erscheint der Knopf „Lücken auswählen“: Tippen Sie im Text die Wörter an, die zur Lücke werden sollen — höchstens ein Wort pro Satz.

Arbeitsblatt als PDF drucken: Über „Arbeitsblatt (PDF)“ erzeugt der Editor ein druckfertiges A4-Arbeitsblatt zur Lektion. Vor dem Druck wählen Sie:

  • Kopfzeile: Entweder Platzhalter-Linien für Name und Datum (zum Ausfüllen von Hand) oder der Profilname und das heutige Datum werden direkt eingetragen. Der Lektionsname steht immer als Titel in der Kopfzeile.
  • Schreiblinien: Einfache Grundlinie oder Grundschul-Lineatur mit 4 Linien (für Schreibanfänger).
  • Nur beim Lese-Modus: ob die zugeordneten Wortbilder mitgedruckt werden.

Der Aufbau richtet sich nach dem Übungsmodus:

  • Bild-/Hör-/Wortdiktat: Zwei Spalten — pro Wort das Bild links und eine Schreiblinie rechts. Nach spätestens sechs Übungswörtern folgt ein Kasten mit deren Lösungswörtern in zufälliger Reihenfolge (mit | getrennt), danach die weiteren Wörter.
  • Lesen: Der Text, auf Wunsch mit den Wortbildern über den passenden Wörtern. Wird ohne Wortbilder gedruckt, kommt stattdessen unter den Text eine Suchaufgabe: „Kannst Du diese Wörter im Text finden?“ mit sechs zufälligen Wortbildern (bevorzugt Hauptwörter).
  • Lückentext: Der Text mit Schreiblinien anstelle der Lückenwörter (ausreichend lang für das Lösungswort). Nach spätestens sechs Sätzen folgt ein Kasten mit den bisherigen Lösungswörtern in zufälliger Reihenfolge.
  • Abtippen: Der Text in Blöcken zu je sechs Sätzen, nach jedem Block genügend Schreiblinien, um den Abschnitt von Hand abzuschreiben.

Auf jeder Seite steht unten rechts automatisch der Lizenzhinweis der App (CC-BY-NC Lernsachen.blog); werden Bilder mitgedruckt, erscheinen unten links die Bildquellen (z. B. ARASAAC, Wikimedia) — wie beim Bildquellen-Hinweis in den Übungen.

⚠️ Wichtig: Wird der Text einer Lektion nachträglich geändert, wird der Lernfortschritt der Lektion zurückgesetzt und Lücken sollten neu geprüft werden.

Lektionstypen & Einstellungen

Wörterliste — drei Übungsmodi:

  • Bilddiktat: Bild wird gezeigt, das Wort muss geschrieben werden. Benötigt gute Bilder — vorher unter „Bilder verwalten“ prüfen.
  • Hördiktat: Das Wort wird per Sprachausgabe vorgesprochen und muss geschrieben werden. Kein Bild nötig.
  • Wortdiktat: Das Wort wird angezeigt und abgeschrieben (Abschreib-Training, genaues Hinsehen).

Fließtext — drei Übungsmodi:

  • Lesen: Der Text wird satzweise vorgelesen, die Wörter werden beim Vorlesen markiert (Karaoke-Prinzip). Über den Fragezeichen-Knopf gibt es zusätzlich ein Bilder-Quiz: Ein Bild wird gezeigt, das passende Wort muss im Text gefunden und angetippt werden.
  • Lückentext: Ausgewählte Wörter fehlen im Text und müssen eingetippt werden. Die Lücken legen Sie im Editor über „Lücken auswählen“ fest.
  • Abtippen: Der komplette Text wird Wort für Wort abgetippt. Diktat- und Blitzlese-Hilfe beziehen sich immer auf den aktuellen Satz. Keine weitere Konfiguration nötig. In der Auswertung wird zusätzlich die Tippgeschwindigkeit in Wörtern pro Minute ausgewiesen — gezählt wird dabei nur die reine Tippzeit (Hilfen pausieren die Uhr).

In allen Modi gilt dieselbe Korrektur-Logik: ein Fehlversuch → Fehleranzeige → genau ein zweiter Versuch → sonst wandert das Wort in die Lernwörter des Profils. Der Ablauf aus Schülersicht ist im Kapitel So läuft eine Übung ab beschrieben.

Lektionen verteilen

Es gibt zwei Wege, eine Lektion zu mehreren Kindern zu bringen:

1. Direkt an Profile übertragen: Öffnen Sie die Lektion im Editor und tippen Sie auf „An andere Profile übertragen“. Haken Sie die gewünschten Profile an — auch gruppenweise, über Gruppengrenzen hinweg. Jedes ausgewählte Profil erhält eine eigene Kopie der Lektion.

2. Über die Vorlagen-Bibliothek (Selbstbedienung):

  1. Wechseln Sie in die System-Gruppe „Vorlagen“.
  2. Legen Sie dort Profile als Themenordner an (z. B. „Deutsch Klasse 3″, „Herbstwörter“).
  3. Erstellen Sie in diesen Profilen die Lektionen.
  4. Schüler:innen holen sich die Lektionen selbst: Auf ihrer Übersicht öffnet „Lektion laden“ die Bibliothek, und die gewählte Lektion wird ins eigene Profil kopiert.

💡 Verteilte Lektionen sind unabhängige Kopien: Nachträgliche Änderungen am Original wirken sich nicht auf bereits verteilte Lektionen aus.

Import & Export

Alle Exporte sind einfache Dateien, die sich per E-Mail, USB-Stick oder Cloud weitergeben lassen — z. B. zum Austausch mit Kolleg:innen oder als Backup.

JSON-Export/-Import (Daten):

  • Lektion: Im Editor über „Lektion exportieren“; Import über „Lektion Import“ auf der Profil-Übersicht. Enthält Wörter/Text, Modus und Bild-Zuordnungen.
  • Profil: „Profil exportieren“ (Profil-Übersicht) / „Profil Import“ (Profilauswahl). Enthält das Profil samt allen Lektionen, Lernstand und Lernwörtern.
  • Gruppe: „Gruppe sichern“ / „Gruppe laden“ in der Profilauswahl — alle Profile und Lektionen der Gruppe in einer Datei.
  • Gesamt-Backup: In der Gruppenauswahl — die komplette App-Datenbank in einer Datei. Ideal als regelmäßige Sicherung.

HTML-Export (eigenständige Übung): „Als HTML-Widget exportieren“ (im Lektions-Editor) erzeugt eine einzelne HTML-Datei, die nur diese eine Lektion als sofort spielbare Übung enthält — ohne Profile, ohne Verwaltung, ohne Speicherung von Ergebnissen. Die Datei läuft in jedem Browser und eignet sich zum Weitergeben oder Einbinden in Lernplattformen.

SCORM-Paket (Moodle / ByCS Lernplattform): „Als SCORM-Paket (Moodle/ByCS)“ erzeugt dieselbe Übung als SCORM-1.2-Lernpaket (ZIP-Datei). Das Paket lässt sich in Moodle bzw. der ByCS Lernplattform als Aktivität „Lernpaket (SCORM)“ hochladen — die Plattform protokolliert dann automatisch die Lernergebnisse:

  • Punktzahl 0–100 (Anteil der im ersten oder zweiten Versuch geschafften Wörter), Bearbeitungsstatus („bestanden“, wenn kein Wort endgültig falsch war) und Übungsdauer — laufend aktualisiert, sodass auch bei einem Abbruch der Zwischenstand sichtbar ist.
  • Einzelwort-Protokoll: Jedes bearbeitete Wort wird als Einzelfrage gemeldet (gesuchtes Wort, tatsächliche Eingaben inklusive Fehlversuchen, richtig/falsch, Bearbeitungsdauer) — einsehbar in Moodle unter „Berichte“ → Interaktionen, exportierbar z. B. nach Excel.
  • Fortsetzen: Wird die Übung mittendrin geschlossen, speichert die Plattform den Zwischenstand — beim nächsten Öffnen geht es an derselben Stelle weiter, auch an einem anderen Gerät.

Jeder komplette Durchlauf („Nochmal üben“) wird als neuer Versuch gemeldet; wie mehrere Versuche bewertet werden (bester/letzter/Durchschnitt), steuern die Moodle-Einstellungen der Aktivität.

⚠️ JSON-Importe legen neue Einträge an bzw. fragen bei Namenskonflikten nach — es wird nichts ungefragt überschrieben. Trotzdem gilt: Vor größeren Import-Aktionen ein Gesamt-Backup anlegen.

Speicherung & Cloud-Sync

Lokale Speicherung (Standard): Alle Daten werden automatisch im Browser des Geräts gespeichert (localStorage). Das funktioniert ohne Internet, gilt aber nur für dieses Gerät und diesen Browser. Werden die Browserdaten gelöscht, sind auch die Übungsdaten weg — deshalb regelmäßig ein Gesamt-Backup exportieren (siehe Kapitel Import & Export).

Nextcloud Cloud-Sync (optional): Über das Speicher-Symbol oben in der Kopfzeile lässt sich eine Nextcloud anbinden. Benötigt werden die WebDAV-Adresse, der Benutzername und ein App-Passwort (nicht das normale Konto-Passwort) — eine Schritt-für-Schritt-Anleitung ist direkt im Einstellungsfenster verlinkt.

  • Bei aktivem Sync werden alle Änderungen zusätzlich in der Cloud gespeichert und beim Start von dort geladen.
  • So arbeiten mehrere Geräte mit demselben Datenstand (z. B. Tablets einer Klasse).
  • Das Symbol in der Kopfzeile zeigt den Status; mit dem Sync-Knopf daneben lässt sich manuell synchronisieren.

💡 In fest vorkonfigurierten Versionen der App ist die Cloud-Verbindung bereits eingebaut. Das Einstellungsfenster zeigt dann nur den Verbindungsstatus an — Zugangsdaten müssen nicht eingegeben werden und können nicht verändert werden.


Datenschutzerklärung

Der Tipp-Trainer ist eine einzelne HTML-Datei, die vollständig im Browser läuft. Es gibt keinen eigenen App-Server, keine Benutzerkonten, kein Tracking, keine Analyse-Dienste und keine Werbung. Die App selbst setzt keine Cookies.

Lokale Speicherung (localStorage)

Alle Inhalte — Gruppen, Profile (Name und Symbol), Lektionen, Lernstände, Lernwörter, Einstellungen und ggf. Nextcloud-Zugangsdaten — werden im localStorage des Browsers gespeichert, also ausschließlich auf dem Gerät selbst. Diese Daten verlassen das Gerät nicht, außer der optionale Cloud-Sync ist eingerichtet.

  • Wer Zugriff auf den Browser des Geräts hat, kann diese Daten einsehen — das Gerät sollte entsprechend geschützt sein.
  • Werden die Browserdaten (Website-Daten) gelöscht, sind auch die App-Daten gelöscht.
  • Empfehlung: Für Profile nur Vornamen oder Spitznamen verwenden, keine vollständigen Namen.

Optionaler Cloud-Sync (Nextcloud)

Ist der Nextcloud-Sync eingerichtet, werden die App-Daten zusätzlich als eine Datei in der selbst gewählten Nextcloud gespeichert. Die Übertragung erfolgt direkt zwischen Browser und dieser Nextcloud (per WebDAV, HTTPS empfohlen) — kein Drittanbieter ist beteiligt. Das verwendete App-Passwort liegt im localStorage des Geräts bzw. ist in vorkonfigurierten Versionen in der Datei hinterlegt.

Beim Laden der App: eingebundene Dienste (CDNs & Schriften)

Die App lädt beim Start folgende Bibliotheken und Schriften von fremden Servern. Dabei wird technisch bedingt die IP-Adresse des Geräts an den jeweiligen Anbieter übertragen (wie bei jedem Webseiten-Aufruf); Inhalte oder Profildaten werden dabei nicht übermittelt:

  • Tailwind CSS (cdn.tailwindcss.com) — Gestaltung der Oberfläche.
  • Font Awesome und html2pdf.js (cdnjs.cloudflare.com, Anbieter Cloudflare) — Symbole und PDF-Erzeugung.
  • Google Fonts (fonts.googleapis.com / fonts.gstatic.com) — die Schriften „Comic Neue“ und „Andika“.

Beim ersten Start der App weist ein Hinweis-Banner auf diese Dienste hin; die Bestätigung wird im localStorage gespeichert, damit das Banner nicht erneut erscheint.

Während der Nutzung: Bildersuche

Beim Anlegen von Lektionen und beim Anzeigen von Übungsbildern fragt die App Bilder bei ARASAAC (api.arasaac.org) und der Wikipedia/Wikimedia an. Übertragen werden dabei die Suchbegriffe — das sind die Übungswörter der Lektion (z. B. „Hund“), niemals Profil- oder Personendaten. Die Bildquellen werden in den Übungen unten links und auf gedruckten Arbeitsblättern ausgewiesen.

Vorlesefunktion (Sprachausgabe)

Das Vorlesen nutzt die Sprachausgabe des Browsers bzw. Betriebssystems (Web Speech API). Bei den meisten installierten Stimmen geschieht das vollständig lokal auf dem Gerät. Manche Browser bieten zusätzlich „Netzwerk-Stimmen“ an — bei diesen kann der vorzulesende Text an Server des Browser-Herstellers übertragen werden. Welche Stimme verwendet wird, lässt sich in der App über den Lautsprecher-Knopf in der Kopfzeile einstellen.

PDF-Erzeugung

Urkunden und Arbeitsblätter werden vollständig lokal im Browser erzeugt und als Datei auf dem Gerät gespeichert — es werden dabei keine Daten an Server übertragen.

💡 Kurz gesagt: Ohne Cloud-Sync bleiben alle Lern- und Profildaten auf dem Gerät. Internet wird nur gebraucht, um die App-Bausteine (CDNs/Schriften) zu laden und Übungsbilder zu suchen — dabei fließen nur Übungswörter und die IP-Adresse, keine Kinderdaten.


Lizenz: CC-BY-NC Lernsachen.blog

Veröffentlicht in Apps, Lehrmittel, Unterrichtshilfe, Unterstützte Kommunikation, WebApp

Der Visuelle Multi-Timer

Der Visuelle Multi-Timer ermöglicht die intuitive Visualisierung aufeinanderfolgender Zeitphasen direkt auf dem Zifferblatt einer analogen Uhr. Mit individuellen Symbolen und Farben fördert er das Zeitverständnis in inklusiven Settings – plattformunabhängig, offline-fähig und datenschutzkonform.

In sonderpädagogischen Kontexten, insbesondere bei Schülerinnen und Schülern mit Unterstützungsbedarf in der geistigen Entwicklung oder im Bereich Autismus-Spektrum, ist die zeitliche Strukturierung des Unterrichts eine zentrale Gelingensbedingung. Herkömmliche Timer stoßen oft an Grenzen, wenn mehrere Phasen (z. B. Einzelarbeit, Partneraustausch und Reflexion) nahtlos ineinandergreifen sollen. Hier setzt der Visuelle Multi-Timer an.

Was ist der Visuelle Multi-Timer?

Das Tool ist eine webbasierte Anwendung, die keine Installation erfordert und plattformunabhängig im Browser läuft. Im Gegensatz zu einfachen Countdowns ermöglicht der Multi-Timer das Hintereinanderschalten mehrerer Zeitabschnitte, die direkt auf einem analogen Zifferblatt visualisiert werden. Ein besonderes Merkmal ist die Synchronisation mit der echten Uhrzeit: Die farbigen Segmente richten sich nach den tatsächlichen Zeigern der Uhr aus, was den Transfer zwischen abstrakter Zeitdauer und realer Uhrzeit unterstützt.

Der sonderpädagogische Bezug: Orientierung und Sicherheit

Die didaktische Relevanz ergibt sich vor allem aus dem Bereich der Unterstützten Kommunikation (UK) und dem TEACCH-Ansatz:

  • Visualisierung von Übergängen: Durch die farbliche Kennzeichnung und die Verwendung von Emojis/Symbolen werden abstrakte Zeitbegriffe visuell kodiert. Dies reduziert Übergangsängste, da Schüler jederzeit sehen, welche Phase gerade aktiv ist und was als Nächstes folgt.
  • Kognitive Entlastung: Die Anzeige verbindet die verbleibende Restzeit in einer digitalen Anzeige mit dem visuellen Segment auf der Uhr. Dies hilft Lernenden, die noch keine Uhrzeit lesen können, ein Gefühl für Zeitspannen zu entwickeln.
  • Individuelle Anpassung: Symbole und Farben können passend zum individuellen Belohnungssystem oder dem vertrauten Farbschema der Klasse gewählt werden.

Praktische Umsetzung im Schulalltag

Der Multi-Timer wurde gezielt für den Einsatz im Klassenzimmer entwickelt:

  • Plattformunabhängig & Offline: Er kann per Link aufgerufen oder als Datei gespeichert werden (z. B. in der App Documents by Readdle auf dem iPad), um auch ohne Internetverbindung stabil zu laufen.
  • Persistence: Dank der Speicherung im Local Storage bleibt die Konfiguration auch beim Schließen des Browsers erhalten.
  • Vollbildmodus: Ein „Distraction-Free“-Modus blendet Bedienelemente aus, um die volle Aufmerksamkeit auf die Visualisierung am Smartboard zu lenken.
  • Einbettung: Das Tool lässt sich als Widget via iFrame in Lernplattformen wie Moodle/mebis oder Tools wie Digiscreen integrieren.
  • Datensparsamkeit: Durch den Verzicht auf Server-Speicherung (Privacy by Design) ist er zudem datenschutzrechtlich unbedenklich im Schulkontext einsetzbar.

Methodisch-didaktische Hinweise

  1. Farbcodes etablieren: Nutzen Sie konsistente Farben für wiederkehrende Aktivitäten (z. B. Blau für Stillarbeit, Gelb für Bewegungspausen).
  2. Partizipation: Lassen Sie Schüler die Emojis für die Phasen selbst mit aussuchen, um die Akzeptanz und das Verständnis zu erhöhen.
  3. Vermeidung von Hektik: Nutzen Sie die Start-Verzögerung, um den Timer synchron zur nächsten vollen Minute zu starten. Dies vermeidet Unruhe beim Einrichten.
  4. Export-Funktion: Erstellen Sie Konfigurationen für den „Standard-Vormittag“ und exportieren Sie diese als JSON-Datei, um sie schnell wieder laden zu können.

Link zum Tool:

https://lernsachen.online/timer

Und natürlich auch im Werkzeugkasten:

Werbebanner: Der ultimative Werkzeugkasten für den Unterricht auf Lernsachen.app
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Vibe-Coding: Was ist das? Und kann ich das auch?

Vibe-Coding ermöglicht es Lehrkräften, komplexe Web-Apps allein durch natürliche Sprache zu erstellen. Der Artikel zeigt, wie KI-Modelle den Programmiercode erstellen, um maßgeschneiderte, barrierefreie Lernanwendungen für den inklusiven Unterricht zu entwickeln ohne dass eine einzige Zeile Code selber geschrieben werden muss.

Die rasante Entwicklung von KI-Modellen ermöglicht uns auch das Erstellen eigener Apps. Während visuelle Programmier-Umgebungen wie Scratch wertvolle Einstiege in die Welt des Programmierens bieten, stoßen sie bei komplexen, funktionalen Anwendungen oft an Grenzen. Hier setzt Vibe-Coding an. Es beschreibt einen Prozess, bei dem nicht mehr die Beherrschung einer Programmiersprache im Vordergrund steht, sondern die präzise Beschreibung einer Idee. Für die Sonderpädagogik eröffnet dies die Chance, digitale Hilfsmittel exakt auf die individuellen Bedürfnisse von Lernenden zuzuschneiden.

Beispiele

https://go.lernsachen.online/silbenhelfer

https://go.lernsachen.online/jukebox

https://go.lernsachen.online/timer

Was ist Vibe-Coding?

Vibe-Coding bedeutet, dass die KI den gesamten Programmcode schreibt. Der Nutzer agiert als Architekt und Ideengeber. Anstatt Zeile für Zeile Code zu tippen, vermittelt man der KI den „Vibe“ – also das Aussehen, das Verhalten und die Funktionen des gewünschten Programms. Die Kompetenz verschiebt sich vom Schreiben von Code hin zum instruktiven Design und zur Fehleranalyse im Dialog.

Welche Werkzeuge werden benötigt?

Grundsätzlich kann jedes Large Language Model (LLM), also jeder Chatbot Code generieren. Für optimale Ergebnisse haben sich jedoch spezialisierte oder besonders fähige Modelle etabliert:

  • Claude 3.5 Sonnet (Anthropic): Gilt aktuell als eines der stärksten Modelle für Coding-Aufgaben, da es sehr präzise Logik liefert.
  • ChatGPT (OpenAI / Codex): Der Klassiker, der besonders durch seine weite Verbreitung und gute Dokumentation überzeugt.
  • Gemini 1.5 Pro (Google): Punktet durch ein sehr großes Kontextfenster, was bei umfangreicheren Programmen hilfreich ist.

Der Prozess: Von der Beschreibung zur fertigen App

Die Programmentwicklung verläuft iterativ in einem Chat-Dialog:

  1. Initialer Prompt: Erstellen Sie eine detaillierte Beschreibung. Beispiel: „Erstelle eine Web-App mit einem großen roten Button. Wenn man ihn drückt, erscheint ein zufälliges Tierbild und der Name des Tieres wird vorgelesen.“
  2. Strukturvorgabe: Definieren Sie das Layout (z. B. „nutze ein klares, kontrastreiches Design für Schüler mit Sehbeeinträchtigung“).
  3. Debugging & Testing: Das Programm wird lokal getestet. Funktioniert etwas nicht? Kopieren Sie die Fehlermeldung zurück in den Chat. Die KI korrigiert den Code umgehend.
  4. Verfeinerung: In kleinen Schritten werden Funktionen hinzugefügt (z. B. eine Belohnungsanimation nach fünf richtigen Antworten).

Das Zielformat: Die Web-App

Für den schulischen Einsatz ist die Erstellung einer Web-App (bestehend aus HTML, CSS und JavaScript) am effizientesten.

  • Vorteile: Sie benötigen keine Installation. Eine einzige .html-Datei reicht aus, um die App im Browser zu öffnen – sei es am Smartboard, am PC oder am iPad (z. B. via Documents by Readdle).
  • Einschränkungen: Es handelt sich meist um statische Webseiten. Das bedeutet, Daten (wie Spielstände) werden nach dem Neuladen der Seite gelöscht, sofern kein lokaler Speicher des Browsers genutzt wird.
  • Externe Libraries: Um Funktionen wie komplexe Diagramme oder physikalische Simulationen zu nutzen, kann die KI externe Bibliotheken einbinden (z. B. p5.js für kreatives Programmieren oder Howler.js für fortgeschrittene Audio-Funktionen).

Umgang mit Bildern

Da eine Web-App oft nur aus einer Textdatei besteht, können Bilder nicht einfach „beigelegt“ werden. Hier gibt es vierStrategien:

  • Emojis: Die einfachste Lösung für Symbole und einfache Grafiken.
  • Font Awesome / Lucide Icons: Einbindung von Icon-Bibliotheken via URL, um professionelle Symbole zu nutzen.
  • Verlinkung: Es können Bilder, die im Internet zu Verfügung stehen, über Verlinkungen angezeigt werden. Es müssen hierfür natürlich Lizenzrechte beachtet werden
  • Base64-Codierung: Das Bild wird komplett in eine lange Textkette umgewandelt und direkt in den Code eingebettet. Die KI kann dies auf Anfrage für kleine Icons erledigen.

Sonderpädagogischer Bezug und Einsatzmöglichkeiten

Vibe-Coding ist ein mächtiges Werkzeug für die Diklusion (Digitale Inklusion), da es Lehrkräften ermöglicht, Barrieren abzubauen, für die es keine kommerziellen Lösungen gibt:

  • Individuelle Assistenz-Tools: Erstellung von spezialisierten Kommunikationstafeln oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit Sprachausgabe für Schüler im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.
  • Barrierefreie Lern-Lektionen: Umwandlung von analogen Arbeitsblättern in interaktive Formate mit einstellbaren Schriftgrößen, hohen Kontrasten und Screenreader-Optimierung.
  • Verhaltenstraining: Kleine Apps zur Selbstregulation (z. B. ein visueller Timer oder ein digitales Mood-Board), die exakt die Verstärker nutzen, auf die ein spezifischer Schüler anspricht.
  • Kognitive Entlastung: Erstellung extrem reduzierter Benutzeroberflächen („Minimal Interfaces“), die Ablenkungen minimieren und den Fokus auf eine einzige Aufgabe lenken.

Veröffentlicht in Apps, Internet, Unterrichtshilfe, Unterrichtsvorbereitung, WebApp

Silben-Lesehilfe – Update manuelle Silbentrennung

Mein Programm Silben-Lesehilfe hat gestern ganz schöne Wellen geschlagen. Danke für das zahlreiche positive Feedback. Es freut mich, wenn die Software verwendet wird um schöne Angebote für die Schüler zu machen.

https://go.lernsachen.online/silbenhelfer

Heut habe ich gleich ein erstes Update veröffentlicht:

Die automatische Silbentrennung funktioniert vor allem bei einfachen Begriffen recht gut. Trotzdem kommen Fehler vor und manche Wörter werden falsch in Silben zerlegt. Deshalb gibt es ab jetzt die Möglichkeit, die Fehler durch manuelle Korrekturen zu verbessern.

Dazu bearbeitet man das falsch zerlegte Wort und fügt an die richtigen Stellen ein Pipe Symbol ( | ) ein. Mit der Tastatur [Alt Gr] + [<]. Dann werden die Silben an diesen Stellen gebildet.

Eine ausführliche Beschreibung findet ihr im Hilfetext in der App.

Veröffentlicht in Apps, Musik, WebApp

Wie klingt eigentlich der Osterhase? – mit draw.audio Musik zeichnen

Draw.Audio ist ein kostenloses webbasiertes Tool, das es ermöglicht, durch einfaches Zeichnen auf einer digitalen Leinwand Musik zu erzeugen und zu erleben. Die intuitive Benutzeroberfläche verbindet visuelles Gestalten mit akustischem Feedback und bietet damit einen niedrigschwelligen Zugang zu Klang-Experimenten für Lernende mit unterschiedlichsten Voraussetzungen.

Warum?

Draw.Audio ermöglicht einen multisensorischen Zugang zur Musikerzeugung, indem visuelle und auditive Wahrnehmung unmittelbar verknüpft werden. Für Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigungen oder kognitiven Einschränkungen eröffnet sich dadurch ein barrierefreier, spielerischer Zugang zur Klanggestaltung, der keine musikalischen Vorkenntnisse erfordert. Die einfache, intuitive Bedienung erlaubt es auch Lernenden mit motorischen Einschränkungen, kreativ tätig zu werden, besonders auf Touchscreens wie iPads. Diese unmittelbare Feedback-Schleife zwischen Zeichnung und Klang fördert das Verständnis für Ursache-Wirkungs-Beziehungen und kann die auditive Wahrnehmung schulen.

Aus pädagogischer Sicht bietet Draw.Audio die Möglichkeit, abstrakte musikalische Konzepte wie Rhythmus, Tonhöhe und Klangfarbe visuell erfahrbar zu machen. Die Website ist kostenlos nutzbar, benötigt keine Installation und erfordert keine Anmeldung mit persönlichen Daten, was den Einsatz im schulischen Kontext unkompliziert macht.

https://draw.audio/

Veröffentlicht in Android, Apps, Internet, Ipad, KI

Duck.ai – Anonyme kostenlose KI Nutzung

DuckDuckGo kennt man als alternative Suchmaschine, die Wert auf Datenschutz und Verhinderung von Trackern legt.

Seit einiger Zeit haben sie auch Duck.ai im Angebot. Ein KI-Chatbot, für den man keine Anmeldung benötigt, keine Gebühren bezahlt und der die eingegeben Daten anonymisiert und vor Weitergabe schützt. Die Daten werden nicht gespeichert und nicht zu Trainingszwecken der KI genutzt.

Man hat sogar mehrere KI-Modelle zur Auswahl, darunter ChatGPT o3-mini (mit moderner Reasoning Architektur) oder das OpenSource Modell Llama 3.3 70b.

Wer also eine sichere, datensparsame Alternative zu den großen KI Anbietern haben will, der sollte sich das DuckDuck Portfolio ruhig einmal anschauen.

Jetzt wurde der ebenfalls von DuckDuckGo angebotene mobile Browser für Android und iOS um die KI-Chat-Option erweitert. Der Chat ist somit direkt im Browsermenü über ein Symbol zu erreichen.

Da man zum Beispiel am iPad ja inzwischen einstellen kann, welcher Browser als Standard verwendet werden soll, kann man sich ja mal überlegen, ob man hier DuckDuckGo den Vorzug gibt. Neben der erwähnten datensparsamen Suche und der anonymen KI Nutzung bietet der Browser unter anderem das Blockieren

  • von Trackern von Drittanbietern,
  • von Cookie Pop-ups,
  • von Youtube Werbung
  • …

DuckDuckGo – Dein Schutz, unsere Priorität.

Download the DuckDuckGo browser app

https://duck.ai

Veröffentlicht in Apps, Ipad

Augmented Reality App „Zeitzeugen 1945 – Trümmerjahre in AR“ des WDR

Der WDR hat eine innovative Augmented Reality-App entwickelt, die Geschichtsunterricht durch immersive Erlebnisse darstellt. „Zeitzeugen 1945 – Trümmerjahre in AR“ lässt Schülerinnen und Schüler die Nachkriegszeit hautnah mit dem Tablet erleben.

Virtuelle Zeitreise ins Jahr 1945

Die App projiziert dreidimensionale Zeitzeugen-Interviews und 360°-Trümmerlandschaften via Smartphone oder Tablet direkt ins Klassenzimmer. Überlebende berichten, wie sie Hunger, Wohnungsnot und den Wiederaufbau meisterten – eine Brücke zwischen historischen Fakten und emotionalen Einzelschicksalen.

Schlüsselfunktionen:

  • AR-Overlays: Zeitzeuginnen und -zeugen „betreten“ den realen Raum
  • Historische 3D-Rekonstruktionen zerstörter Städte
  • Multimedialer Materialpool mit Archivbildern und Karten

Verfügbarkeit

Die App ist ab 8. Mai 2025 (iOS) bzw. später (Android) kostenlos erhältlich. Zur Vorstellung gibt es Workshops auf der Bildungsmesse didacta.

Diese App zeigt, wie Digitalisierung Geschichtsvermittlung bereichern kann – nicht als Spielerei, sondern als empathisches Lernwerkzeug. Ein spannender Ansatz, der AR Technologiesinnvoll in den Unterricht einbinden kann.

Link

https://presse.wdr.de/plounge/wdr/programm/2025/02/20250206_reality-app_fuer_schulen.html