Veröffentlicht in Fortbildung, Podcast, WebApp

kits.blog Tools – von der digitalen Tafel bis zur unterstützten Kommunikation

Podcast „Das Digitale Duett“


kits.blog bietet eine kostenlose, datenschutzkonforme und kollaborative Open-Source-Tool-Sammlung für den Unterricht. Excalidraw dient als digitale Tafel für gemeinsames Visualisieren, Mindwendel unterstützt das Brainstorming, QR Storage ermöglicht die Verbindung von analogem und digitalem Lernen durch QR-Codes, und PictoSearch erleichtert unterstützte Kommunikation mit vielfältigen Piktogrammen. Die Tools fördern Teilhabe, Differenzierung und kreative Unterrichtsformen – ohne Anmeldung, werbefrei und DSGVO-konform


Gäste

Tim Krieger

Fachbereich 53, Medienbildung in Schule und Unterricht, Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung

Ekkehard Brüggemann

Medienpädagogischer Berater (NLQ) und Leitung Team Medienzentrum Landkreis Harburg

Überall, wo es Podcasts gibt, z. B.:


Zitate

• „Kids.Blog ist ein niederschwelliges, datenschutzkonformes Angebot, das ohne Anmeldung und Installation sofort im Unterricht genutzt werden kann – und das auf jedem Gerät.“

• „Barrieren senken ist eigentlich genau das, was wir die ganzen Tage machen als Sonderpädagogen – und das ist auch das Ziel unserer digitalen Tools.“

• „Wir erleben immer wieder, dass Lehrkräfte begeistert sind, wenn sie merken, wie einfach sich unsere Tools in den Unterricht integrieren lassen – ohne technische Hürden.“

• „Mit unseren offenen, kostenlosen Tools gibt es eigentlich keine Entschuldigung mehr, digitale Medien nicht im Unterricht einzusetzen.“

Inhalte

  • Kids.Block ist ein niederschwelliges Angebot für Lehrkräfte.
  • Open Source Software fördert die Zusammenarbeit und Innovation.
  • Die Nutzung von KI wird in der Bildung immer wichtiger.
  • Feedback von Nutzern ist entscheidend für die Weiterentwicklung.
  • Digitale Tools sollten barrierefrei und datenschutzkonform sein.
  • Die Kombination von Medienpädagogik und Sonderpädagogik ist wertvoll.
  • Fortbildung muss praxisnah und bedarfsorientiert sein.
  • Zukunftsorientierte digitale Bildung erfordert eine enge Vernetzung.
  • Die Entwicklung von Tools sollte die Bedürfnisse der Lehrkräfte berücksichtigen.
  • Die Akzeptanz digitaler Medien im Unterricht wächst stetig.

Kapitel

09:03 Technologische Vorlieben und Software-Nutzung

18:43 Die Bedeutung von Fortbildung und Lehrerfeedback

22:06 Vorstellung der Tools von Kids.Blog

28:27 Kids.Block: Entstehung und Ziele

28:44 Datenschutz und Open Source in der Bildung

34:55 Innovative Nutzung von QR-Codes im Unterricht

37:37 Innovative Tools für den Unterricht

40:31 Niedrigschwellige Angebote und Barrieren senken

43:45 Zukünftige Entwicklungen und KI-Implementierung

48:43 Feedback und Nutzerbeteiligung

52:21 Abschluss und Ausblick auf die Zukunft

54:47 Outro.wav

Links

https://kits.blog/tools/

https://bildungsportal-niedersachsen.de/ueber-uns/nlq

Präsentiert von:

https://lernsachen.blog

Veröffentlicht in Basics, Ipad

Endlich – das iPad wird im Herbst erwachsen

Apple hat diese Woche auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC unter anderem die neuen Funktionen für iPadOS26 vorgestellt, welches offiziell im Herbst auf allen iPads installiert werden kann. Und die Änderungen sind enorm. Das Tablet nähert sich mit Riesenschritten der Funktionalität eines Desktop Computers an und beseitigt viele kleine, ärgerliche Hindernisse, über die man bisher öfters bei der Arbeit mit dem Gerät gestolpert ist.

Ich habe bereits die Developer Version auf mein iPad installiert um die neuen Features zu testen. Dies kann ich aber natürlich niemanden empfehlen, da noch viele Bugs in dieser Entwicklungsphase vorhanden sind. Bis Herbst läuft das System dann zuverlässig und stabil.

Dies sind die aus meiner Sicht erfreulichsten Neuigkeiten:

  • Fenstermanager: Die umfassendste Neuerung: auf dem iPad können nun beliebig viele Fenster geöffnet, in der Größe angepasst und arrangiert werden. Trotzdem ist eine ablenkungsfreie Fullscreen Darstellung einer einzelnen App weiterhin möglich. Somit wird das Beste aus zwei Welten hier vereint.
  • Dateien App mit mehr Funktionen: Die Dateien App funktioniert nun eher wie der Finder auf einem Mac Computer. Die Listendarstellung ist um weitere Aspekte, wie Erstellungsdatum oder Dokumenten-Art erweiterbar. Vor allem gibt es nun einen „Öffnen mit“ Dialog mit dem man entscheiden kann, mit welcher App eine Datei geöffnet werden soll. Ein Gamechanger.
  • Vorschau App für PDF und Bilder wie auf dem Mac: Das ist eine der besten Apps auf einem Mac Computer. Und jetzt gibt es sie auch auf jedem iPad. Mit der Vorschau App lassen sich nicht nur Bilder schnell öffnen und bearbeiten. Vor allem PDFs lassen sich sehr gut öffnen, Seiten neu arrangieren, Annotieren und Kommentieren.
  • Hintergrund Prozesse: Dieser Schritt war auch überfällig. Bisher mussten Apps meist geöffnet bleiben, wenn sie noch Prozesse fertigstellen musste, zum Beispiel einen Film rendern oder Dateien hoch- oder herunterladen. Diese Prozesse können nun in einem echten Multitasking im Hintergrund weiterlaufen, während man auf dem iPad bereits mit einer anderen App weiterarbeitet.

Das waren nur einige Highlights, es wurden noch viele andere Dinge verändert, angepasst oder ergänzt. Insgesamt ist es wohl das umfangreichste Update, welches das iPad je bekommen hat. Für den Einsatz in der Schule kann man sich auf die neue Möglichkeiten freuen. Allerdings wird man sich bei einigen gewohnten Arbeitsschritten auch umgewöhnen müssen, da das Gerät nun eher wie ein Desktop Rechner funktioniert. In meinen Augen ist das aber in positiver Schritt, da hier Funktionen nun über verschiedene Geräte hinweg ähnlich aufgebaut sind und die Bedienung insgesamt erleichtert wird.

Im Herbst werde ich entsprechende Tutorials entwerfen um die neuen Arbeitsabläufe vorzustellen.

Veröffentlicht in Fortbildung, Podcast

Wie Estland Bildung und Digitalisierung meistert

Podcast „Das Digitale Duett“ – mit deutscher KI Übersetzung

Estland gilt als Vorreiter der Digitalisierung und zeigt, wie digitale Transformation gelingen kann. Das Bildungssystem überzeugt durch kostenlose Angebote, moderne Ausstattung und motivierte Lehrkräfte – und erzielt regelmäßig Spitzenplätze bei internationalen Vergleichen wie PISA. Digitale Tools sorgen für Effizienz und Transparenz und bereiten Estland optimal auf die Zukunft vor. Was kann Deutschland von Estlands Erfolgsrezepten lernen? Im Podcast sprechen wir über konkrete Beispiele, Chancen und Impulse für die Entwicklung hierzulande.

Gesprächspartner:

Teele Holmberg

Beraterin und Projektleiterin des estnischen Gleichstellungsbeauftragten

Dr. Florian Hartleb

Politikwissenschaftler und Berater für Digitalisierungsprojekte

Überall, wo es Podcasts gibt, z. B.:


KI Übersetzung

Teele versteht Deutsch, spricht aber besser englisch. Daher haben wir das Gespräch zwar auf Deutsch geführt, Teele spricht aber englisch.

In der Zweiten Hälfte der Aufzeichnung kann man daher das Gespräch mit einer deutschen KI Stimme von Teele hören.

KI Transparenz

  • Audio Transkript: AIKO Mac App mit Whisper.ai
  • Übersetzung: DeepL Translate
  • KI-Stimme: ElevenLabs.io
  • Stimmoptimierung und Podcast Editor: Riverside.fm
  • Video Editor: FinalCut Pro
  • Audio Editor: Logic Pro
  • Illustration: Sora.ai

Kapitel

00:00 Einführung in die digitale Bildung in Estland

02:56 Die digitale Infrastruktur Estlands

06:08 Bildungssystem und digitale Grundbildung

09:14 Erfahrungen aus dem estnischen Bildungssystem

11:50 Datenschutz und digitale Transparenz

14:57 Technologische Affinität und Bildung in Estland

17:53 Herausforderungen der Digitalisierung in Deutschland

21:01 Zukunftsperspektiven und digitale Lösungen

24:00 Abschluss und Ausblick auf die digitale Zukunft

31:10 KI Übersetzung

32:04 Einführung in die digitale Bildung in Estland

36:02 Das estnische Digitalisierungssystem und seine Vorteile

42:00 Digitale Grundbildung und Datenschutz in Estland

48:05 Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung

54:50 Zukunftsausblick und Schlussfolgerungen

Präsentiert von:

https://anchor.fm/lernsachen

https://lernsachen.blog

Veröffentlicht in Fortbildung, KI

Sora (ChatGPT) bringt KI Bilder auf das nächste Level

Ich konnte nicht widerstehen. Aber die Möglichkeiten, die OpenAi mit der neuesten Version ihres KI-Bildgenerators präsentiert sind einfach zu verlockend. Keine komplizierten Prompt, konsistentes Verwenden und Beachten von Vorlagen und Vorgaben und passende Ergebnisse oft schon auf den ersten Versuch.

https://sora.com/explore

Das ganze kann man schon mit einem kostenlosen Konto bei ChatGPT ausprobieren. Hier hat man drei Bilder pro Tag kostenlos dabei.

Kritik?

Gibts natürlich auch. Im Trend waren zum Beispiel Bilder im Stil von Studio Ghibli, dem legendären Anime Studio. Darüber hat sich auch Ghibli-Mitbegründer Hayao Miyazaki mit scharfer Kritik gewehrt. Die Frage, ob hier geistiges Eigentum in der Kunst mißbraucht wird und man den Künstlerinnen und Künstlern schadet, ist jedenfalls berechtigt.

Darum!

KI Tools reflektiert nutzen, KI Bilder als solche kennzeichnen und Urheberrechtsverletzungen vermeiden.

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

Veröffentlicht in Datenschutz, KI, Lehrmittel

Checkliste KI – 7 Aspekte als Entscheidungshilfe für die Schule

Von personalisierten Lernplattformen bis hin zu automatisierten Bewertungssystemen bietet KI innovative Möglichkeiten, den Schulalltag effizienter und individueller zu gestalten. Angesichts dieser Entwicklungen ist es unerlässlich, dass Schulen sich mit dem Thema auseinandersetzen und KI gezielt einsetzen. Besonders Lehrkräfte stehen vor der Herausforderung, kompetent und souverän geeignete Tools einschätzen und nutzen zu können, um ihren Unterricht zu bereichern und Schülerinnen und Schüler optimal zu fördern.

Die folgende Checkliste unterstützt Sie dabei mit sieben zentralen Aspekten, die Ihnen helfen, KI-Anwendungen im schulischen Kontext erfolgreich zu integrieren.

Die Checkliste kann online als Bookcreator Tool gelesen und ausgefüllt werden oder als PDF Formular heruntergeladen werden.

Alle Aspekte sind mit ausführlichen und verständlichen Erklärungen verlinkt. So lässt sich effizient und kompakt ein schneller Überblick über die wichtigsten Voraussetzungen für einen sicheren Einsatz von KI im Unterricht erzielen.

https://t1p.de/checkliste-ki

PDF Download:

7 Aspekte für den KI-Check

  1. Datenverarbeitung
    KI Anwendungen werden meistens auf großen Serverfarmen betrieben. Im Falle von ChatGPT arbeitet das KI Modell zum Beispiel auf amerikanischen Servern. Das heißt, dass bei der Nutzung möglicherweise persönlichen Daten in die USA übertragen werden. Geschieht das verschlüsselt? Werden diese Daten anschließend wieder gelöscht? Benutzt die KI die Daten zur Verbesserung ihrer Dienste? Werden diese Informationen transparent in einem Impressum und in einer Datenschutzerklärung angezeigt? Bietet mir der KI-Anbieter Garantien für die vertrauliche Nutzung meiner Daten, z. B. in Form eines AV Vertrags?
    Bessere Datenschutzoptionen hat man bei Serverstandorten in Europa oder Deutschland oder totale Kontrolle bei der lokalen Nutzung eines OpenSource KI Modells.
  2. Anmeldung
    Für viele KI Anwendungen ist eine Anmeldung erforderlich. Wird hier ein allgemeiner Schul-Account genutzt? Teilt die Lehrkraft ihre Anmeldedaten mit der Klasse? Oder bekommen Schülerinnen und Schüler sogar eigene Accounts? Wurden von den Erziehungsberechtigten entsprechende Einverständniserklärungen eingeholt und wurde die Nutzung der KI transparent angezeigt?
    Manchmal können KI Assistenten mit anonymen Links an Schülerinnen und Schüler verteilt werden. Geschieht dies auf persönliche Geräten oder auf Leihgeräten? Befindet man sich beim Zugriff auf die KI im Schulnetz oder soll die Bearbeitung auch im heimischen WLAN erfolgen?
  3. Barrierefreiheit
    Die meisten KI-Anwendungen setzen einige Fähigkeiten im Bereich Schriftsprache voraus. Prompts werden noch überwiegend auf Textbasis produziert und es bedarf eines hohen Sprachniveaus um komplexe Aufgaben zu bewältigen. Multimodale Modelle können helfen, Barrieren abzubauen. Sprachein- und ausgabe kann genutzt werden. Bilder können sowohl zum Verdeutlichen des Prompts, aber auch zum Verständnis der Ausgabe genutzt werden. Eine vorentlastende Anweisung an den KI-Bot, sich besser auf Sprachniveau, Grammatik-Defizite oder Verständnisprobleme einzustellen ist hilfreich, um eine KI zielgruppengerecht anzupassen.
  4. Quellenangaben
    KI-Anwendungen neigen zu Halluzinationen. Sie generieren ihre Antworten auf Basis mathematischer Berechnungen, entweder auf Grundlage der ihnen zur Verfügung stehenden Datenmenge, mit den übergebenen Prompts (oder Dokumente oder Bilder) oder mit Hilfe von Internetrecherchen. Reicht die Datenbasis nicht aus, um die Aufgabe adäquat zu lösen, erfindet die KI scheinbar passende Fakten. Daher ist es elementar wichtig, die Ausgaben der KI kritisch zu reflektieren und auf Fake News zu überprüfen. Dies kann aber nur gut funktionieren, wenn die KI Angaben zu den verwendeten Quellen macht. Ansonsten lassen sich nur Themen überprüfen, über die man selbst gut Bescheid weiß.
  5. Tendenzen (BIAS)
    Die Qualität der KI Ergebnissen hängt von der Qualität und von den Vorgaben des zugrunde liegenden Datzensatzes ab. So können stereotype, falsch klassifizierte oder zensierte Ausgangsdaten dazu führen, dass zum Beispiel politische Zusammenhänge falsch wiedergegeben werden, oder Minderheiten mit abwertenden Attributen versehen werden. Auch falsch verstandene Diversitätsregeln können ungeahnte Ergebnisse erzeugen, so war es bei einigen bilderzeugenden KI-Tools eine Zeit lang nicht möglich, ein Gruppenbild einer Herren- Fußballmannschaft zu erzeugen, da immer alle Geschlechter, Hautfarben und Altersgruppen dargestellt werden sollten.
  6. Human in the loop
    KI kann viele Prozesse automatisieren und vermeintlich die menschliche Arbeitskraft und Kreativität ersetzen. Für viele repetitive oder datenintensive Aufgaben mag das Vorteile mit sich bringen. Es gibt jedoch Anwendungsgebiete, in denen es unabdingbar ist, dass der Mensch Entscheidungen trifft, Fehler korrigiert und ethische Aspekte berücksichtigt (s. a. EU-AI Act). Diagnostik, Feedback, und Beurteilungen sind hier zum Beispiel besonders sensible Arbeitsfelder. So kann man sich eine sinnvolle abwechselnde Arbeitsteilung zwischen KI und Mensch vorstellen (Ping-Pong Denken), bei der der Mensch jedoch immer die abschließende Entscheidungs-Option behält.
  7. Nachhaltigkeit
    KI Modelle laufen meist nicht auf den eigenen Rechnern. Sie verarbeiten schon bei der Herstellung riesige Datenmengen und benötigen immense Rechenleistungen. Einige Schätzungen gehen davon aus, dass der Einsatz voin generativer KI 30- bis 60-mal mehr Energie benötigt als herkömmliche Suchmaschinen. Daher sollte man sich immer fragen, ob der Einsatz der KI für die Aufgabe wirklich alternativlos ist.
Veröffentlicht in Fortbildung

Fachtag Digitale Bildung in den Förderschwerpunkten gE und kmE

Am Donnerstag, den 10.4.2025 findet an der Ludwig-Maximilians Universität München im Schweinchenbau der erste Fachtag Digitale Bildung für die Förderschwerpunkte geistige Entwicklung und körperlich-motorische Entwicklung in Oberbayern statt.

Bayrische Lehrkräfte erwartet ein hochkarätiges Programm mit 2 Keynotes und 11 Workshops. Zusätzlich ein Hands-on Bereich mit Robotik Materialien, Zeitschriften und Fachliteratur.

Vorträge:

Hauptvortrag 1:
Formen und Anwendungsbereiche digitaler Technologien im sonderpädagogischen Schwerpunkt geistige Entwicklung – KI als Gamechanger? – Prof. Dr. Zentel

Hauptvortrag 2: 
Digital dabei! – Wie Technologie Aktivität und Teilhabe unterstützen kann – Christian Urff

Workshops:

  • Kreativität mit KI – Text, Musik und Film mit KI-basierten Online-Werkzeugen
  • Digitale Helfer von morgen – Neue Assistive Technologien im Fokus der Forschung
  • Lernverlaufsdiagnostik mit LEVUMI
  • Erfahrungen mit einer iPad-Klasse in der Berufsschulstufe (gE)
  • Kooperative digitale Förderplanung – Gemeinsam Lernprozesse gestalten
  • ELECOK-Beratungsstellen: Hilfsmittel der Unterstützten Kommunikation und Ansteuerungshilfen für PCs und Tablets
  • Ein Recht auf barrierefreie Nachrichten des Weltgeschehens: LENADI
  • SMS – Social Media Sprechstunde
  • Medientalk – Wie erreichen wir unser Klientel
  • Hörspuren mit Lesestift im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
  • Digitale Kompetenzen für den Berufseinstieg von Förderschülern

Anmeldung für bayrische Lehrkräfte über FIBS.

https://fibs.alp.dillingen.de/lehrgangssuche?container_id=410156

Veröffentlicht in Apps, Musik, WebApp

Wie klingt eigentlich der Osterhase? – mit draw.audio Musik zeichnen

Draw.Audio ist ein kostenloses webbasiertes Tool, das es ermöglicht, durch einfaches Zeichnen auf einer digitalen Leinwand Musik zu erzeugen und zu erleben. Die intuitive Benutzeroberfläche verbindet visuelles Gestalten mit akustischem Feedback und bietet damit einen niedrigschwelligen Zugang zu Klang-Experimenten für Lernende mit unterschiedlichsten Voraussetzungen.

Warum?

Draw.Audio ermöglicht einen multisensorischen Zugang zur Musikerzeugung, indem visuelle und auditive Wahrnehmung unmittelbar verknüpft werden. Für Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigungen oder kognitiven Einschränkungen eröffnet sich dadurch ein barrierefreier, spielerischer Zugang zur Klanggestaltung, der keine musikalischen Vorkenntnisse erfordert. Die einfache, intuitive Bedienung erlaubt es auch Lernenden mit motorischen Einschränkungen, kreativ tätig zu werden, besonders auf Touchscreens wie iPads. Diese unmittelbare Feedback-Schleife zwischen Zeichnung und Klang fördert das Verständnis für Ursache-Wirkungs-Beziehungen und kann die auditive Wahrnehmung schulen.

Aus pädagogischer Sicht bietet Draw.Audio die Möglichkeit, abstrakte musikalische Konzepte wie Rhythmus, Tonhöhe und Klangfarbe visuell erfahrbar zu machen. Die Website ist kostenlos nutzbar, benötigt keine Installation und erfordert keine Anmeldung mit persönlichen Daten, was den Einsatz im schulischen Kontext unkompliziert macht.

https://draw.audio/

Veröffentlicht in Deutsch, Internet, Sachunterricht, WebApp

LENADi – Leichte Nachrichten digital jetzt als barrierefreie Webseite erreichbar

LENADi – Leichte Nachrichten digital ist ein Projekt der Lebenshilfe Freising e.V.

Das inklusive Redaktionsteam bereitet Nachrichten so auf, dass sie für Menschen mit kognitiven Einschränkungen leicht verständlich sind.

Die gelungene Umsetzung wurde bereits durch den Inklusionspreis des Bezirks Oberbayern 2024  ausgezeichnet. Lebenshilfe Freising: Knapp, präzise und leicht verständlich – Freising – SZ.de

Barrierefreie Webseite

Nun geht LENADI den nächsten Schritt: eine vollständig barrierefreie Webseite.

LENADi Leichte Nachrichten digital: Ein Service der Lebenshilfe Freising e.V.

Die Inhalte sind kurz, visuell ansprechend und leicht verständlich mit einfachen Videos, (Metacom) Symbolen und klaren Texten. Die Themen reichen von politischen Ereignissen bis hin zu Unterhaltung und praktischen Alltagstipps.

Möglich wurde dieser Schritt unter anderem durch eine Förderung durch die Aktion Mensch.

Wie kann man das im Unterricht einsetzen?

  • Die Nachrichten können genutzt werden, um aktuelle Themen, wie Politik, Umwelt oder Gesellschaft zu besprechen und das Allgemeinwissen der Schülerinnen und Schüler zu fördern.
  • Die leicht verständlichen Texte und Videos eignen sich, um das Lese- und Hörverständnis von Schülern mit Förderbedarf zu trainieren.
  • Diskussionen und Meinungsbildung kann bei den Schülerinnen und Schülern angeregt werden, indem über die Inhalte in der Klasse geredet wird.
  • Die Videos können als Anregung dienen, eigene Videos oder Nachrichten in einfacher Sprache zu verfassen.
  • Die Themen können im Rahmen der Verfassungsviertelstunde behandelt werden
  • Der selbstständige Umgang mit der Webseite fördert die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler
  • Die Themen können einfach auf unterschiedliche Lernniveaus der Schülerinnen und Schüler angepasst werden. Dadurch kann Individualisierung und Differenzierung gefördert werden.

Veröffentlicht in Lehrmittel, Podcast, Unterrichtshilfe, Unterrichtsvorbereitung

Kartenset Diklusion – Jörg und Thomas befragen Lea Schulz

Podcast „Das Digitale Duett“

In dieser Episode des Podcasts „Das Digitale Duett“ befragen Jörg Tully und ich Lea Schulz zu Ihrem neu auf den Markt gekommenen Kartenset Diklusion. Dieses soll Lehrkräften helfen, digitale Medien im inklusiven Unterricht zu nutzen. In der Diskussion wird betont, dass digitale Medien den inklusiven Unterricht unterstützen können, jedoch eine spezifische Didaktik erfordern. Wir gehen im Gespräch auf grundlegende Konzepte ein, wie das Fünf-Ebenen-Modell oder der Ansatz „Universal Design for Learning“. Dieser fordert zum Beispiel, die Lernumgebung so offen und vielfältig wie möglich in allen Lernphasen zu gestalten anstatt nur durch Individualisierung den einzelnen Schüler separat zu betrachten. Die praktische Umsetzung und die Herausforderungen für Lehrkräfte werden ebenfalls thematisiert, sowie die Bedeutung von Materialien und Ressourcen zur Unterstützung. 

Überall, wo es Podcasts gibt, z. B.:


https://creators.spotify.com/pod/show/lernsachen/episodes/Kartenset-Diklusion—Jrg-und-Thomas-befragen-Lea-Schulz-e2v66re

Unboxing

Gäste

Dr. Lea Schulz

Educational Engineer an der Europa-Universität Flensburg zur Lehr- und Lernforschung im Bereich Diklusion (digitale Medien und ⁠Inklusion⁠) im Kontext des Landesprojekts „Zukunft Schule im digitalen Zeitalter“ des Landesinstituts verantwortlich für den Bereich Sprache und Lernen unter erschwerten Bedingungen. 

Jörg Tully

Sonderschullehrer und Berater digitale Bildung

Kartenset Diklusion

https://www.beltz.de/fachmedien/paedagogik/produkte/details/52994-kartenset-diklusion-unterrichtsideen-fuer-eine-digital-inklusive-schule.html

KI Diklusion Song

https://www.riffusion.com/riff/cac84593-f4dc-449e-b08a-4d38709b20ca

Links

http://diklusion.com

https://leaschulz.com/ueber-mich/

https://praxis.leaschulz.com

http://diklusion.com/diklusion-in-der-schule/udl-diklusiv/

https://padlet.com/traugottboettinger/universal-design-for-learning-diklusiv-onz20ujzwcjptj23

https://www.notion.com/de

https://chatgpt.com

https://ideenwolke.net

https://digiscreen.zum.de

Kapitel

00:00 Einführung in den Podcast und die Gäste
05:07 Digitale Fragen und persönliche Techniknutzung
10:07 Zukunftsvisionen der Technik und Digitalisierung
15:00 Vorstellung des Kartensets Diklusion
17:54 Hintergrund und Ziel des Kartensets Diklusion
19:58 Inklusion und Digitalisierung im Unterricht
26:28 Das Fünf-Ebenen-Modell für inklusiven Unterricht
34:27 Universal Design for Learning und seine Bedeutung
38:32 Praktische Umsetzung und Herausforderungen im Unterricht
45:02 Materialien und Ressourcen für Lehrkräfte
52:08 Inklusive Unterricht und Gemeinschaftsbildung
56:39 Digitale Medien im Unterricht
01:02:00 Kommunikationshilfen für Mehrsprachigkeit
01:08:08 Classroom-Management im digitalen Zeitalter

Präsentiert von:

https://anchor.fm/lernsachen

https://lernsachen.blog

Veröffentlicht in KI

Vorsicht vor KI – „One Trick Ponys“

KI Werkzeuge sind meistens weit über den Status reiner Chatbots mit Large Language Modellen (LLM) hinaus gewachsen. Zusätzliche Funktionalitäten halten Einzug, wie zum Beispiel Dokumente und Bilder analysieren, sprachliche Ein- und Ausgaben oder die Verknüpfung mit einer Internet Suche.

KI-Assistenten als Spezialisten

Ein vielversprechendes Experimentierfeld ist die Bereitstellung sogenannter KI-Assistenten (Agents). Im Prinzip wird der KI hier im Vorfeld eine benutzerdefinierte Anweisung (custom instructions) und eventuell spezielle Quellen oder Fähigkeiten, wie Internet Recherche mitgegeben und das KI Tool für Spezialaufgaben vorzubereiten.

So kann man bei den gängigen Anbietern mit historischen Persönlichkeiten chatten, Hilfe bei der Rechtschreibung bekommen, Texte umformulieren, passende Bilder erstellen lassen und vieles mehr.

Besonders heikel kann es werden, wenn der Output dieser Assistenten zu direkten Aktionen in der realen Welt führen kann. Es gibt Korrekturhilfen (siehe auch KI Korrekturhilfe auf dem Prüfstand – ein geeignetes Tool für Lehrkräfte? – LernSachen), Feedback Assistenten mit Bewertungsvorschlägen, Assistenten zur Zeugniserstellung, Diagnostik Tools und vieles mehr.

Human in the Loop

Dabei sollte immer beachtet werden, dass automatisierte Systeme nie selbstständig die finale Entscheidung über wichtige Angelegenheiten treffen dürfen (Siehe auch Key Issue 4: Human Oversight – EU AI Act).

Man kann sich von der KI helfen und inspirieren lassen, muss aber als menschlicher Faktor immer im Entscheidungsprozess aktiv und final kompetent bleiben. Dies wird als Prinzip auch unter dem Stichwort human in the loop (Human-in-the-loop – Wikipedia) oder von Jöran Muuß-Merholz als Ping-Pong Metapher (Ping-Pong-Denken mit der KI – Zusammenarbeit von Mensch und Maschine – J&K – Jöran und Konsorten) bezeichnet.

One-Trick-Pony

Bei der Verwendung solcher Assistenten muss man aber sehr aufpassen. Die meisten KI Tools können nämlich nur eine Sache richtig gut:

KI Systeme simulieren menschliche Gedankengänge und formulieren ihren Output so, dass das Ergebnis stimmig aussieht.

KI-Detektor

Der Anbieter SchulKI bewarb zuletzt so einen Assistenten. Der KI-Detektor soll herausfinden können, ob ein Text von einem Mensch oder von einer Maschine verfasst wurde. Möglicherweise als Hilfestellung für gestresste Lehrkräfte gedacht, die sich nicht mehr sicher sein können, ob die Hausaufgabe von den Schülerinnen und Schülern selbst erdacht wurde, oder ein beliebiges KI-Modell hier zum Einsatz kam.

Nur falsche Ergebnisse

Ein bisschen skeptisch war ich schon, ob man so einen Tatbestand technisch mit einem Klick identifizieren kann. Noch dazu, wenn der KI-Output ja auch noch durch menschliche Interaktion modifiziert worden sein könnte.

Ich habe also eine Pressemitteilung des Heise-Verlags über einen neuen Roboter (UBTech zeigt humanoiden Roboter Una in Form einer Frau | heise online) über das KI Tool Perplexity mit dem R1 Modell von DeepSeek in eine Zusammenfassung umwandeln lassen. Diesen reinen KI Output habe ich ohne weitere Nachbearbeitung in das KI-Detektor Tool (https://schulki.de/media/create/plagiarism) gegeben.

Ergebnis: 99,7% menschlich

Ich habe den Versuch mehrmals mit unterschiedlichen Quellen wiederholt. Das Tool war sich immer mit nahezu 100% sicher, dass der Text von einem Menschen verfasst wurde.

Fazit

Was sind solche Tools also Wert? Ähnliche Erfahrungen konnten wir schon beim KI-Korrektur Tool (KI Korrekturhilfe auf dem Prüfstand – ein geeignetes Tool für Lehrkräfte? – LernSachen) beobachten.

Es muss noch stärker das Augenmerk auf das kritische Reflektieren solcher KI Angebote gerichtet werden. Ich behaupte, dass nicht alle Lehrkräfte, die den Zugang zu solchen Assistenten bekommen, so tief in der Materie eingearbeitet sind, dass genug Zweifel aufkommen, ob die Ergebnisse solcher Helferlein uneingeschränkt genutzt werden können. Noch dazu, wenn die Anbieter immer wieder mit einfachen Lösungen und Zeitersparnis werben.