Die Inhalte sind kurz, visuell ansprechend und leicht verständlich mit einfachen Videos, (Metacom) Symbolen und klaren Texten. Die Themen reichen von politischen Ereignissen bis hin zu Unterhaltung und praktischen Alltagstipps.
Möglich wurde dieser Schritt unter anderem durch eine Förderung durch die Aktion Mensch.
Wie kann man das im Unterricht einsetzen?
Die Nachrichten können genutzt werden, um aktuelle Themen, wie Politik, Umwelt oder Gesellschaft zu besprechen und das Allgemeinwissen der Schülerinnen und Schüler zu fördern.
Die leicht verständlichen Texte und Videos eignen sich, um das Lese- und Hörverständnis von Schülern mit Förderbedarf zu trainieren.
Diskussionen und Meinungsbildung kann bei den Schülerinnen und Schülern angeregt werden, indem über die Inhalte in der Klasse geredet wird.
Die Videos können als Anregung dienen, eigene Videos oder Nachrichten in einfacher Sprache zu verfassen.
Die Themen können im Rahmen der Verfassungsviertelstunde behandelt werden
Der selbstständige Umgang mit der Webseite fördert die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler
Die Themen können einfach auf unterschiedliche Lernniveaus der Schülerinnen und Schüler angepasst werden. Dadurch kann Individualisierung und Differenzierung gefördert werden.
Malte Hecht ist Programmierer und hat zusammen mit Hendrick Haverkamp das Feedback-Tool Fiete.ai entwickelt. Lehrkräfte können hier für ihre Schüler Arbeitsaufträge mit selbst definierten Bewertungskriterien hinterlegen. Die KI unterstützt die Lernenden und gibt individuelles Feedback und detaillierte Verbesserungsvorschläge. Die Lehrkraft kann die Fortschritte der Lernenden überwachen und detailliert auswerten. Die Anwendung funktioniert inzwischen auch multimodal, das heißt, es können zum Beispiel auch Bilder zur Aufgabenstellung hinzugefügt werden.
Ich diskutiere mit Malte die angestrebten zukünftigen Entwicklungen und Möglichkeiten, unter anderem auch mit Bezug auf den Einsatz in der Förderschule. Wir diskutieren außerdem allgemein die Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz.
Die Tagesschau bietet seit gestern ein neues Format an. Die Nachrichten werden auch in Einfacher Sprache ausgestrahlt. Die ARD begründet dies damit, dass 17 Millionen Erwachsene in Deutschland Probleme damit haben, komplexe Texte zu verstehen.
In der Förderschule haben wir bisher immer gerne auf die logo!-Nachrichten des ZDF zurückgegriffen (logo! – die Kindernachrichten des ZDF – ZDFtivi). Allerdings sind hier trotz aller Bemühungen die Texte oft noch zu komplex und die Inhalte zu schnell aneinandergereiht. Außerdem richten sie sich an junge Zuschauerinnen und Zuschauer. Wenn wir aktuelle Nachrichten in der Oberstufe thematisieren, ist diese Form oft nicht altersgemäß.
Daher ist es sehr zu begrüßen, dass jetzt hier ein adäquates Angebot vorliegt, welches gut im Unterricht auch für ältere Schülerinnen und Schüler eingesetzt werden kann.
Was ist eigentlich Einfache Sprache?
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Einfacher Sprache und Leichter Sprache. Eine gute Erklärung liefert Andrea Halbritter:
Bei Einfacher Sprache gibt es kein festes Regelwerk, sondern nur Empfehlungen, wie kurze Sätze, einfache Wörter und eine klare Struktur. Allerdings wurde hierzu auch zum ersten mal eine offizielle DIN-Norm veröffentlicht (Erste DIN-Normen für Einfache Sprache veröffentlicht).
Leichte Sprache richtet sich explizit an Menschen mit Lernschwierigkeiten, geistiger Behinderung, Demenz, funktionalem Analphabetismus, und Personen mit geringen Deutschkenntnissen. Die Leichte Sprache umfasst ein festes Regelwerk, welches von Organisationen, wie zum Beispiel dem Netzwerk Leichte Sprache e.V. entwickelt wurde. Die Texte müssen von Menschen aus der Zielgruppe auf Verständlichkeit geprüft werden, bevor sie als solche bezeichnet werden dürfen.
Die Tagesschau Nachrichten bieten in ihren selbstauferlegten Regeln eine Mischung aus beiden Ansätzen.
Ein anderes Beispiel für Nachrichten in Einfacher Sprache habe ich bereits in einer Podcast Folge hier im Blog besprochen, nämlich das LENADI – Projekt.
Insgesamt ist es eine sehr positive Entwicklung, dass es in diesem Bereich immer mehr professionell erstellte Angebote gibt, auf die wir im Unterricht zurückgreifen können.
Christian Urff ist Sonderpädagoge und hat Informatik studiert. Die ideale Kombination, um mit breit gefächerten Kompetenzen hochwertige Lernprogramme zu entwickeln. Wer in den letzten Jahren nach guten Apps vor allem im Bereich Mathematik gesucht hat, kam um die „Urff-Apps“ eigentlich nicht herum. Und jetzt kommen auch noch Lese-Apps dazu, zum Teil mit KI-Unterstützung. Im Gespräch erklärt mir Christian die wissenschaftlichen Methoden und die vielen Überlegungen, die in den Entwicklungsprozess einfließen. Die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler stehen dabei im Mittelpunkt und sind entscheidend für erfolgreiche digitale Lernprozesse.
Der Leichte Nachrichtendienst LENADI ist ein Projekt der Lebenshilfe Freising, das darauf abzielt, Nachrichten in leichter Sprache als Erklärvideos mit Metakom Symbolen zugänglich zu machen. Die Themen reichen von aktuellen Ereignissen wie Vulkanausbrüchen und Kriegen bis hin zu Unterhaltung wie Witzen und leichten Kochrezepten. Sintje Reicheneder stellt die Sammlung, die Redaktionsarbeit im inklusiven Team und die Zukunft des Projekts vor.
Im inklusiven Redaktionsteam von LENADI erarbeiten Armin, Steffi, Benni, Manuela, Lisa, Franz und Sintje gemeinsam die Nachrichtenvideos und werden dabei von der Journalistin Birgit Rock mit Rat und Tat unterstützt.
Mit diesem Scratch Programm können individuelle Wortschatz Übungen erstellt werden. Keine Angst, hier muss nichts selber programmiert werden, das Programm ist fix und fertig von mir entwickelt und kann sich flexibel auf verschiedene Übungsszenarien anpassen. Mit wenig Aufwand lassen sich individuelle Wortfelder mit einem Ordner aus Bilddateien integrieren und damit eigene, interaktive Übungen erstellen.
Wie das funktioniert, zeige ich ausführlich im Video:
Scratch Studio
Hier werden alle Übungen nach dem OER – Open Educational Ressources Prinzip – gesammelt.
Dieses Scratch Projekt kann benutzt werden, um eine eigene Übung zu gestalten. Dazu kann das Projekt kopiert, oder noch besser, ein Remix angefertigt werden.
Lesen auf digitalen Geräten kann eine Herausforderung sein. Es bieten sich aber auch Chancen, Texte individuell besser lesbar zu machen. So kann ein Beitrag im Sinne der Teilhabe und Barrierefreiheit geleistet werden. In dem Video stelle ich 5 Methoden vor, wie Texte für verschiedene Geschmäcker und Bedürfnisse aufbereitet werden können um eine bessere Lesbarkeit zu erreichen.
Mit dem Apple Pencil, oder mit anderen Eingabestiften, können einfach handschriftliche Texte auf dem iPad verfasst werden. Seit iPadOS14 gibt es auch die eingebaute „Kritzeln“ Funktion, die es erlaubt, Handschrift in getippten Text zu verwandeln. Jetzt sind neue Funktionen dazu gekommen. In der Notizen App ist es jetzt zum Beispiel möglich, nachträglich Handschriften als getippten Text zu kopieren und in anderen Apps zu verwenden. Wie das funktioniert, zeige ich im Video.
Sprachnachrichten können im Unterricht der Förderschule ein nützliches Werkzeug sein um Unterrichtsinhalte zu vermitteln. Oft werden sie verwendet, indem man die Audiodatei online speichert (Zum Beispiel über Youtube oder Nextcloud) und die Freigabe dann als QR-Code ausdruckt. Diese können dann zum Beispiel mit einem iPad gescannt und die Nachricht so abgehört werden. Aber nicht jeder möchte oder kann Audiodateien online speichern. Die kostenlose App PhonoPaper geht einen faszinierenden anderen Weg. Die Audiodatei wird ähnlich wie ein QR-Code in einer schwarz-weiß Grafik abgespeichert. Dieses Muster kann nun wieder mit dem Tablet gescannt und somit hörbar gemacht werden. Die Daten sind also direkt in dem Ausdruck gespeichert! Ein ähnliches Prinzip wie einst bei einer Schallplatte. Ein erstaunliches Experiment und für kreative spannende EInsatzszenarien im Unterricht. Im Video demonstriere ich den Ablauf: