DuckDuckGo kennt man als alternative Suchmaschine, die Wert auf Datenschutz und Verhinderung von Trackern legt.
Seit einiger Zeit haben sie auch Duck.ai im Angebot. Ein KI-Chatbot, für den man keine Anmeldung benötigt, keine Gebühren bezahlt und der die eingegeben Daten anonymisiert und vor Weitergabe schützt. Die Daten werden nicht gespeichert und nicht zu Trainingszwecken der KI genutzt.
Man hat sogar mehrere KI-Modelle zur Auswahl, darunter ChatGPT o3-mini (mit moderner Reasoning Architektur) oder das OpenSource Modell Llama 3.3 70b.
Wer also eine sichere, datensparsame Alternative zu den großen KI Anbietern haben will, der sollte sich das DuckDuck Portfolio ruhig einmal anschauen.
Jetzt wurde der ebenfalls von DuckDuckGo angebotene mobile Browser für Android und iOS um die KI-Chat-Option erweitert. Der Chat ist somit direkt im Browsermenü über ein Symbol zu erreichen.
Da man zum Beispiel am iPad ja inzwischen einstellen kann, welcher Browser als Standard verwendet werden soll, kann man sich ja mal überlegen, ob man hier DuckDuckGo den Vorzug gibt. Neben der erwähnten datensparsamen Suche und der anonymen KI Nutzung bietet der Browser unter anderem das Blockieren
Es gibt inzwischen eine Vielzahl von KI Werkzeugen, die auf den schulischen Markt zugeschnitten sind. Lehrkräfte stehen vor der Herausforderung, geeignete Tools für den Unterricht zu finden. Kein leichtes Unterfangen, vor allem wenn die meisten Angebote in erster Linie eine besondere Begabung im schriftsprachlichen Bereich voraussetzen.
Wie soll aber zum Beispiel ein Tool eingesetzt werden, das zum Beispiel die Vereinfachung von Texten ermöglicht, wenn dazu vorab komplizierte Prompts schriftlich formuliert werden müssen?
Einsatzmöglichkeiten von KI in der Schule
Grundsätzlich lassen sich 3 Szenarien in der Schule unterscheiden
Arbeiten mit KI Lehrkräfte benutzen datenschutzkonforme KI-Tools zur Unterrichtsvorbereitung, für Hilfe bei Lernstandsanalysen, für die Erstellung von adaptiven Lernpfaden oder für die Konfiguration geeigneter Schülerwerkzeuge.
Lernen über KI Schülerinnen und Schüler (und Lehrkräfte) lernen über die Funktionsweise von KI. Sie lernen Schwächen der KI, wie Halluzinationen, Voreingenommenheit, Datenschutzproblematiken und Urheberrechtsverletzungen kennen und üben Faktencheck Methoden um KI Ergebnisse kritisch zu hinterfragen und dennoch kompetent einsetzen zu können.
Lernen mit KI Schülerinnen und Schüler bekommen selber Werkzeuge zur Verfügung gestellt, mit deren Hilfe sie Aufgaben bewältigen oder Bildungsinhalte erschließen können. Hier müssen besondere Anforderungen an Barrierefreiheit und Universal Design for Learning (Universal Design for Learning diklusiv) erhoben werden, damit wirklich alle die Chance zur Teilhabe bekommen.
Beispiel: Ein Lernassistent für Englisch
In diesem Beispiel möchte ich zeigen, wie man einen Lerntutor mit einer KI programmieren kann. Sowohl das Einrichten des Assistenten, als auch die Bedienung erfolgt ausschließlich im Dialog mit natürlicher Sprache bei der Ein- und Ausgabe.
Man könnte dem Assistenten noch zusätzlich einen bestimmten Wortschatz oder Anforderungen an die Grammatik mitgeben, um das Lernangebot zielgerichteter zu steuern.
Neben der Plus-Version von ChatGPT können solch erweiterte Sprachfunktionen zum Beispiel auch mit Perplexity oder mit Google Gemini genutzt werden.
Es sind nicht nur Lernassistenten für Fremdsprachen denkbar. Ein Assistent könnte bei der Rechtschreibung helfen, im Rollenspiel bei Bewerbungsgesprächen oder als historische Persönlichkeit.
Alternative Bedienkonzepte
Die Frage nach den Einsatzmöglichkeiten von KI erfasst somit erneut die Notwendigkeit, alternative Bedienkonzepte zuzulassen. Sprachliche Ein- und Ausgaben sind bereits ein vielversprechender Ansatz. Es ist aber noch mehr denkbar. So könnte eine Antwort zusätzlich passende Bilder, Grafiken oder Videos enthalten und für die Eingabe sind selbstverständlich auch alle multimedialen Spielformen zugelassen, von der Gestenerkennung bis zur Augensteuerung.
In dieser Hinsicht sieht es bei den offiziell für die Schule bereitgestellten Angebote leider dürftig aus. (Von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen, wie z.B. der Textvereinfacher Textvereinfacher – Netzwerk Inklusion mit Medien)
In den letzten Wochen hat das Erscheinen des neuen kostenlosen OpenSource Modells DeepSeek aus China für erhebliches Aufsehen gesorgt. Und das nicht nur in der Technologie Bubble sondern auch auf dem globalen Finanzmarkt. So gab der Aktienkurs des Chipherstellers Nvidia zwischenzeitlich um 17% nach, was einem Verlust von annähernd 600 Milliarden Dollar entspricht.
Warum der Hype?
DeepSeek tritt mit seiner Leistungsfähigkeit in direkte Konkurrenz mit den modernsten Modellen des Branchenführers OpenAi. Dabei war die Entwicklung des KI Modells erheblich günstiger, was auch zu niedrigeren Kosten für die Nutzung führt.
Darüberhinaus wurde DeepSeek mit einer OpenSource Lizenz veröffentlicht. Dies gewährt zum einen maximale Transparenz, aber auch die Möglichkeit, sich verschieden große Varianten des Modells für die private, lokale Offline-Nutzung kostenlos herunterzuladen.
Warum ist DeepSeek so gut?
Das Modell arbeitet mit einer sogenannten Reasoning Methode (oder auch Chain-of-Thought). Anfragen werden in kleine Schritte zerlegt und systematisch abgearbeitet. Dabei überprüft das System mit unterschiedlichen Methoden seine Schritte selbst auf Plausibilität. Dies kann zu passgenaueren und tiefergehenden Analysen führen und Räume für Halluzinationen und Falschaussagen minimieren.
Besonders interessant, gerade auch für Bildungszwecke, ist, dass der Chatbot diesen Gedankenprozess visualisiert (thinking) und damit transparent macht.
Gibt es auch negative Aspekte?
Hinter DeepSeek steckt ein chinesisches Unternehmen namens Hangzhou DeepSeek Artificial Intelligence Co., Ltd. Dieses unterliegt den chinesischen Auflagen seitens der Regierung und damit auch der staatlichen Zensur.
Folgende Aspekte sind daher kritisch zu betrachten:
DeepSeek kann kostenlos im Web (https://chat.deepseek.com/) oder als App benutzt werden. Dabei werden IP-Adressen, Chatverläufe, hochgeladene Dateien und sogar die Muster und der Rhythmus von Tastaturanschlägen auf chinesischen Servern erfasst und gespeichert.
Es gibt keine rechtliche Basis für den Datenaustausch zwischen der EU und China. Die DSGVO hat hier keine Bedeutung, da keine europäische Niederlassung oder ein rechtlicher Vertreter existiert. Somit können Datenverstöße auch nicht geahndet werden.
Beispiel für Zensur
Es ist auch für Bildungszwecke sehr interessant wie man hier die Wirkmechanismen von Zensur beobachten und testen kann. Wenn man das R1 Modell selber lokal betreibt, oder über einen Provider wie Perplexity verwendet, dann greift die Zensur offensichtlich nicht. Dies lässt sich testen, wenn Fragen zum Beispiel zu Themen wie zum Platz des himmlischen Friedens oder zur Situation der Uiguren gestellt werden.
Beipiel für Zensur bei der deepseek Web Version
Wie funktioniert die lokale Nutzung?
Es wäre also ratsam, dieses KI Modell über einen DSGVO konformen Anbieter zu nutzen oder lokal selber zu betreiben, vorausgesetzt, man verfügt über die geeignete Hardware.
Deepseek hat mehrere Varianten seiner Modelle im Angebot, die unterschiedlich groß, aber damit auch unterschiedlich leistungsfähig sind.
Allerdings benötigt man für den lokalen Betrieb entweder einen leistungsstarken Server, einen Gaming PC, eine Hochleistungs-Grafikkarte oder einen erheblich großen Arbeitsspeicher.
Ich konnte mit meinem Standard Macbook Air M1 zum Beispiel nur das kleinste r1:1.5b Modell flüssig zum Laufen bringen. Das ist zwar faszinierend und man kann den thinking-Prozess beobachten, aber der Output ist doch qualitativ nicht zu gebrauchen.
Fazit
DeepSeek ist ein leistungsstarkes KI Modell, dass die bisherigen quasi KI Monopolisten ordentlich ins Wanken bringt. Bei der Nutzung sollte man die kostenlose, direkt in China gehostete Web Variante, bzw. die offiziellen Apps eher meiden.
Der OpenSource Ansatz und Möglichkeit, so ein leistungsstarkes Modell lokal betreiben zu können, sind aber vielversprechende Gelegenheiten. Es bleibt zu hoffen, dass es zeitnah DSGVO konforme und damit rechtssicher einsetzbare Lösungen für diejenigen gibt, die nicht in der Lage sind, so ein Modell eigenständig zu betreiben.
KI-Anwendungen, so weit das Auge reicht. Wir erleben derzeit ein inflationäres Angebot an vermeintlich lebensverbessernden KI-Anwendungen in allen Bereichen. Auch für Schulen werden immer mehr scheinbar passende Angebote präsentiert. Gerade auch im Zuge von landesweiten Rahmenverträgen mit bestimmten Herstellern, aber auch im Zuge von gezielten Förderungen, wie dem Medien- und KI-Budget in Bayern, sehen sich viele Unternehmen unter Druck, schnell passende Angebote für Bildungseinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Die sorgfältige Prüfung der Eignung solcher Werkzeuge kann dabei in den Hintergrund treten.
Sie haben u.a. verschiedene Texte als Antwort auf eine Aufgabenstellung fünfmal hintereinander durch das Tool bewerten lassen. Dabei kamen erstaunlich unterschiedliche Bewertungen und Verbesserungsvorschläge heraus, so dass einer einzigen Rückmeldung keinesfalls zu trauen ist. Dies wurde den Nutzenden jedoch im Vorfeld nicht mitgeteilt. Fobizz hat das Tool inzwischen als „experimentell“ gekennzeichnet.
Dieses Beispiel zeigt sehr deutlich, dass man sehr genau prüfen und kritisch reflektieren muss, wenn man beabsichtigt, solche Tools produktiv einzusetzen. Inwieweit die erhoffte Arbeitserleichterung tatsächlich eintritt, bleibt abzuwarten.
Wer als Lehrkraft mit dem Gedanken spielt, KI-Tools im Unterricht einzusetzen, sollte sich vorher unbedingt dieses Video anschauen und auch einen Blick in die verlinkte Studie werfen:
Die ausführliche Studie kann kostenlos auf der Plattform arXiv (arXiv.org e-Print archive) nachgelesen werden:
iPadOS 18 bringt einen neuen Taschenrechner, einen ablenkungsfreien Safari Browser, Vocal Shortcuts und vieles mehr, aber keine Apple Intelligence (KI). Welche Funktionen man trotzdem gut in der Schule nutzen kann erfahrt ihr hier. #InstaLZ #FediLZ #BlueLZ #ThLZ
Jedes Jahr wird das Betriebssystem der iPads erneuert und oft darf man sich auf mehr oder weniger nützliche neue Features freuen. Oft erstrecken sich die Neuerungen aber auf neue Emoticons oder andere eher geringfügige Änderungen.
Doch diesmal hat Apple Großes angekündigt: Apple Intelligence, also eine KI-Lösung, die weitgehend auf dem Gerät ohne Cloud läuft, soll auf die Geräte verteilt werden.
ABER: Apple Intelligence nicht in Europa
In Deutschland und Europa sind die KI Features vorerst nicht enthalten. Man kann spekulieren, welche Gründe das haben mag. Wie dem auch sei, kann man frühestens 2025 mit der Freischaltung solcher Funktionen rechnen.
Dazu kommt, dass Apples KI Lösung moderne Hardware benötigt, die auf den günstigeren Einstiegsgeräten, welche in der Schule verwendet werden, nicht vorhanden ist. Hier muss man zukünftige Modellentwicklungen abwarten um zu sehen, wie weit Apple seine vermeintlichen Premium Features auch für die unteren Preissegmente verfügbar machen wird.
Alternative: KI Anwendungen über die Cloud nutzen. Das ist auch jetzt schon möglich. In diesem Artikel habe ich beschrieben, wie man sich seinen eigenen KI Assistenten mit Hilfe der ChatGPT App auf dem iPad basteln kann:
Einige Neuerungen sind aber mit iPadOS 18 doch schon vorhanden und können gut in der Schule genutzt werden:
Rechner mit Math Notes
Die Taschenrechner-App für das iPad in iPadOS 18 bietet eine Vielzahl von Funktionen, die sie zu einem wertvollen Werkzeug im pädagogischen Kontext machen. Neben den grundlegenden Rechenoperationen wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, bietet die App auch einen wissenschaftlichen Modus und die Möglichkeit, Berechnungen in handschriftlicher Form durchzuführen. Besonders hervorzuheben ist die Integration der „Math Notes“-Funktion, die es ermöglicht, mathematische Ausdrücke direkt in der Notizen-App zu lösen. Diese Funktion unterstützt das Schreiben mit dem Apple Pencil und eignet sich hervorragend für den Mathematikunterricht und komplexe Berechnungen.
Die „Vocal Shortcuts“ in iPadOS 18 sind eine neue Funktion, die es Nutzern ermöglicht, benutzerdefinierte Sprachbefehle zu erstellen, um Aktionen auf ihrem iPad auszuführen, ohne Siri vorher aktivieren zu müssen. Diese Funktion bietet eine verbesserte Zugänglichkeit und Flexibilität bei der Nutzung des Geräts.
Einrichtung der Vocal Shortcuts
Aktivierung: Um Vocal Shortcuts zu aktivieren, öffnet man die Einstellungen und navigiert zu „Barrierefreiheit“. Dort wählt man „Vocal Shortcuts“ und tippt auf „Einrichten“.
Erstellung eines Kurzbefehls: Nutzer können eine Aktion auswählen, die der Sprachbefehl auslösen soll. Anschließend wird ein einzigartiger Auslöser-Satz definiert.
Spracherkennung: Der Nutzer muss den Auslöser-Satz dreimal laut aussprechen, damit das iPad die Stimme erkennt und den Befehl korrekt ausführen kann2.
Funktionsweise
Auslösen von Aktionen: Sobald ein Vocal Shortcut eingerichtet ist, kann der Nutzer den Auslöser-Satz jederzeit sagen, um die Aktion auszuführen – selbst wenn das Gerät gesperrt ist.
Unterstützte Aktionen: Vocal Shortcuts können jede Aktion ausführen, die auch über Siri möglich ist. Dazu gehören das Öffnen von Apps, das Aktivieren des Kontrollzentrums oder das Anpassen der Lautstärke. Auch komplexe Mehrschritt-Aktionen über die Kurzbefehle-App sind möglich.
Vorteile
Benutzerfreundlichkeit: Sie ermöglicht es Power-Usern, alltägliche Aufgaben schneller und effizienter zu erledigen.
Zugänglichkeit: Diese Funktion verbessert die Bedienbarkeit für Nutzer mit speziellen Bedürfnissen erheblich.
In Safari ablenkende Objekte ausblenden
Die Funktion „Ablenkende Objekte ausblenden“ in Safari unter iPadOS 18 ermöglicht es Nutzern, störende Elemente auf Webseiten gezielt auszublenden. Diese Funktion kann über die Seiteneinstellungen der geöffneten Webseite aktiviert werden, die sich links in der Safari-Adressleiste befinden.
Funktionsweise
Aktivierung: Die Funktion wird über das Menü in Safari aktiviert. Nutzer können dann auf der Webseite die Elemente auswählen, die sie als ablenkend empfinden.
Elemente ausblenden: Sobald ein Element ausgewählt wurde, wird es ausgeblendet und bleibt auch nach dem Neuladen der Seite ausgeblendet, solange es sich nicht ändert. Dies umfasst Elemente wie Anmeldefenster, Popups mit Cookie-Einstellungen und Autoplay-Videos.
Kein permanenter Werbeblocker: Die Funktion ist nicht als Werbeblocker gedacht. Anzeigen können einmalig blockiert werden, erscheinen jedoch nach dem Neuladen der Seite wieder. Elemente, die sich regelmäßig ändern, können nicht dauerhaft deaktiviert werden.
Diese Funktion richtet sich vor allem an Nutzer, die beim Surfen im Internet eine ungestörte Leseerfahrung wünschen, indem sie ablenkende Inhalte temporär ausblenden können.
Der Selbstlernkurs KI in der (Förder)Schule von Dr. Sebastian Walter in Zusammenarbeit mit Sebastian Urban von der Lehrerakademie Dillingen ist in der Kategorie „Digitale Bildungsmedien II“ mit dem Comenius EduMedia-Award ausgezeichnet worden. Ich durfte zusammen mit Jörg Tully und Rouven Oeckl an den Inhalten des Kurses mitarbeiten. Umso mehr freut es mich, dass unsere gemeinsamen Überlegungen in den Kurs einfließen konnten und die ALP Dillingen damit eine so renommierte Auszeichnung erhalten konnte.
Der Comenius-EduMedia-Award ist eine Auszeichnung, die seit 1995 jährlich von der Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien (GPI e.V.) verliehen wird. Ziel des Preises ist es, pädagogisch, inhaltlich und gestalterisch herausragende didaktische Multimedia-Produkte zu fördern. Er zielt darauf ab, die Qualität und Innovation in der digitalen Bildung zu fördern und ist einer der etabliertesten europäischen Preise im Bereich E-Learning.
Selbstlernkurs
Bayrische Lehrkräfte können sich für den Selbstlernkurs hier anmelden:
Auch hier im Blog gibt es immer wieder Beiträge, die sich besonders mit der Thematik des Einsatzes und der Möglichkeiten von KI Anwendungen im Bereich der Förderschulen auseinandersetzen.
Apple hat in seiner Keynote auf der Entwicklerkonferenz einen eigenen KI-Assistenten (Apple Intelligence) für seine Geräte ab iOS 18 im Herbst 2024 angekündigt. Allerdings bleiben die meisten Funktionen den Pro-Geräten ab M1 oder gleichwertigem Prozessor vorbehalten. Viele KI Assistenten können aber schon jetzt über eine Internetverbindung genutzt werden. Im Video beschreibe ich, wie man die ChatGPT App mit Hilfe von Kurzbefehlen so in das iPad integriert, dass man einen persönlichen Textassistenten hat, den man aus allen Apps mit individuellen Kurzbefehlen aufrufen kann.
Wichtig ist, dass man möglichst keine persönlichen Daten in so einen Assistenten eingibt. Auch wenn man die Weiternutzung der Daten in der ChatGPT App ausgeschlossen hat, sollte man immer sparsam mit seinen Daten umgehen, vor allem, wenn sie zur Bearbeitung das eigene Gerät verlassen.
Hier liste ich noch die von mir verwendeten Prompts für die im Video gezeigten Optionen auf:
Prompts
Umformulieren
Standard
Formuliere folgenden Text um, behalte die grobe Struktur der Vorgabe, aber korrigiere Satzbau, Grammatik und Rechtschreibfehler:
Akademisch
Formuliere den folgenden Text in einem sachlich, neutralen Stil um, so dass er in einer akademischen Sammlung veröffentlicht werden könnte:
Werbetext
Formuliere den folgenden Text um, so dass er als fetziger Slogan für eine Werbekampagne dienen kann:
Gedicht
Formuliere den folgenden Text in ein sich reimendes Gedicht um:
Überschrift
Finde zu folgendem Text eine passende Überschrift:
Einfache Sprache
Formuliere folgenden Text unter Berücksichtigung der Kriterien für leichte Sprache um, also kurze Sätze, ein Gedanke pro Satz, Gegenwartsform, keine Fremdwörter, keine Metaphern, keine Abkürzungen, konkrete Ausdrücke statt abstrakter Begriffe, aktive Formulierungen, Erklärungen für schwierige Begriffe, jeder Satz in eine Zeile:
Zusammenfassung
Erstelle eine Zusammenfassung des folgenden Textes von nicht mehr als 60 Wörtern:
Stichpunkte
Erstelle eine Liste mit Bullet Points der wichtigsten Begriffe in folgendem Text:
Falsche Wörter
Erstelle eine Liste mit Bullet Points aller falsch geschriebenen Begriffe des folgenden Textes. Setze hinter jedem falschen Begriff nach einem Doppelpunkt die richtige Schreibweise des Begriffes ohne weitere Erläuterung:
Lückentext (H5P)
Erstelle einen Lückentext für die H5P-Aktivität „Drag the Words“. Ziehbare Wörter werden mit einem Sternchen (*) vor und hinter dem jeweiligen Wort markiert. (Beispiel – Der *Apfel* fällt nicht weit vom *Stamm*.). Füge bei einer Aufzählung von Hauptwörtern keine Lücken ein! Gib mir ausschließlich den Lückentext inkl. Sternchen ohne zusätzliche Erläuterungen so dass ich ihn direkt kopieren kann. Benutze diesen Text:
Malte Hecht ist Programmierer und hat zusammen mit Hendrick Haverkamp das Feedback-Tool Fiete.ai entwickelt. Lehrkräfte können hier für ihre Schüler Arbeitsaufträge mit selbst definierten Bewertungskriterien hinterlegen. Die KI unterstützt die Lernenden und gibt individuelles Feedback und detaillierte Verbesserungsvorschläge. Die Lehrkraft kann die Fortschritte der Lernenden überwachen und detailliert auswerten. Die Anwendung funktioniert inzwischen auch multimodal, das heißt, es können zum Beispiel auch Bilder zur Aufgabenstellung hinzugefügt werden.
Ich diskutiere mit Malte die angestrebten zukünftigen Entwicklungen und Möglichkeiten, unter anderem auch mit Bezug auf den Einsatz in der Förderschule. Wir diskutieren außerdem allgemein die Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz.
UPDATE: Die Kuratierung dieser Liste wurde eingestellt. Die Entwicklung der KI Tools ist agil, schnelllebig und exponentiell wachsend. Wir sind daher nicht mehr in der Lage, dieses Angebot aktuell zu halten. Wer gute, kompakte Infos zu KI Entwicklungen haben will, der findet sie bei den Digitalen Profis:
Digitale Profis | Alles über Künstliche Intelligenz
Die Möglichkeiten, KI-Anwendungen in der Schule einzusetzen, werden immer vielfältiger. Texte erstellen, überarbeiten und zusammenfassen, Bilder erstellen, bearbeiten und interpretieren, Präsentationen erstellen und zusammenfassen, Dokumente und Daten analysieren, und und und …
Da fällt es nicht leicht, den Überblick zu behalten, was geht, was erlaubt ist und wo Vorsicht geboten ist.
Der neue EU AI Act oder die Orientierungsrahmen der Kultusministerien (z.B. KM Bayern) können Orientierung geben.
Aber mit welchen Werkzeugen kann ich als Lehrkraft jetzt experimentieren oder sie sogar schon produktiv einsetzen? Und was ist im Unterricht mit Schülerinnen und Schülern erlaubt und möglich?
Dazu habe ich mit Kolleginnen und Kollegen eine filterbare Liste über den Bookmark-Dienst Raindrop erstellt. Die Liste wird wachsen und sich den aktuellen Entwicklungen anpassen. Wer z.B. Dienste zur Texterstellung sucht, die kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar sind, kann diese Tags in der Suche auswählen und findet so geeignete Werkzeuge.
Sollte etwas nicht stimmen oder fehlen, bin ich für Hinweise dankbar. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Und Datenschutzaspekte sind bei externen Tools immer besonders zu beachten und in den jeweiligen Nutzungsbedingungen nachzulesen.
OpenAI hat diese Woche die mit ChatGPT plus erstellbaren GPTs für alle Nutzer von ChatGPT freigegeben. Die individuellen Assistenten sind somit auch mit kostenlosen Accounts nutzbar. Für die Erstellung solcher KI-Assistenten ist weiterhin ein kostenpflichtiges PLUS Abo nötig.
Damit kann aber zum Beispiel das von mir erzeugte GPT Stundenplaner GE von allen kostenlos ausprobiert und genutzt werden:
In diesem Artikel habe ich ausführlich beschrieben, wie so ein Assistent mit Bezug zu zur Verfügung gestellten PDF Dokumenten eingerichtet werden kann:
Mit dem neuen LLM 4.o sind die Ergebnisse meiner Meinung nach noch akkurater geworden.
Probiert doch einmal folgende Prompts aus:
- Nenne Lehrplanbelegstellen und mögliche Unterrichtseinstiege zum Thema „Cybermobbing“
- Erstelle einen kompetenzorientierten Stundenplanentwurf zum Thema „Solarenergie“
Dieses GPT ist für den LehrplanPLUS geistige Entwicklung optimiert. Es lassen sich mit der oben beschriebenen Methode aber auch einfach GPTs für andere Lehrpläne erstellen.
Was meint Ihr? Ich denke die Ergebnisse müssen weiterhin kritisch reflektiert und auf die eigene Situation adaptiert werden. Aber dennoch bieten die Ergebnisse eine detailreiche Gliederung und Denkanstöße, die bei der Planung von Unterricht hilfreich sein können.