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Schiebesachen: Barrierefreie, multimediale Zuordnungsübungen einfach erstellen

​Zuordnungsübungen gehören zu den anschulichsten Aufgabenformaten im Unterricht: Bild und Wort, Menge und Zahl, Begriff und Oberbegriff werden einander zugeordnet. Mit dem Schiebesachen-Editor lassen sich solche Übungen barrierearm und multimedial gestalten. Mit anpassbaren Schriften, eigenen Bildern, eigenen Audioaufnahmen und optionaler Sprachausgabe. Das Ergebnis ist eine einzelne HTML-Datei, die kostenlos, ohne Anmeldung und datenschutzkonform eingesetzt werden kann.

Zum Online Editor: https://lernsachen.online/schiebesachen

Taskcard mit Beispielen fertiger Übungen: https://bycs.link/schiebesachen

Github Repository mit Download Option: https://github.com/Majort0m0/Schiebesachen

Warum noch ein Editor?

Schon wieder eine selbst entwickelte App. Und dazu für ein Aufgabenformat, das es längst gibt? Das werden einige zu Recht anmerken: Werkzeuge wie H5P oder LearningApps bieten seit Jahren Zuordnungsübungen an.

Im Einsatz an der Förderschule hat mir bei diesen Werkzeugen jedoch immer etwas gefehlt. Vermisst habe ich vor allem folgende Funktionen:

  • die Anpassung der Schriften an die Lesevoraussetzungen der Lernenden
  • eine einfache, direkt integrierte Bildersuche
  • die unkomplizierte Verwendung eigener Bilder, etwa Fotos aus dem Klassenzimmer
  • das Einbinden eigener Audioaufnahmen
  • eine optionale Sprachausgabe

Hinzu kam ein zweiter Anspruch: Die Bedienung sollte so einfach und intuitiv wie möglich sein. Eine Übung soll in wenigen Minuten entstehen, ohne Einarbeitung in umfangreiche Menüs. Aus diesen Anforderungen ist der Schiebesachen-Editor entstanden.

Der Schiebesachen-Editor im Überblick

Mit Schiebesachen erstellen Lehrkräfte interaktive Zuordnungsübungen, bei denen Lernende Elemente an die passende Stelle schieben. Die Elemente können aus Text, Bild und Ton bestehen, einzeln oder kombiniert.

Funktionen

  • Anpassbare Schriften: Schriftart und Schriftgröße lassen sich an die Lesevoraussetzungen der Lerngruppe anpassen.
  • Integrierte Bildersuche: Passende Bilder werden direkt im Editor gesucht und eingefügt. Das separate Herunterladen und Abspeichern entfällt.
  • Eigene Bilder: Fotos und Grafiken vom eigenen Gerät lassen sich einbinden, etwa Aufnahmen von Gegenständen aus dem Klassenzimmer oder in der Klasse verwendete Symbole.
  • Eigene Audioaufnahmen: Zu den Elementen können Tonaufnahmen hinterlegt werden, zum Beispiel ein eingesprochenes Wort.
  • Optionale Sprachausgabe: Texte lassen sich auf Wunsch vorlesen. Die Funktion wird je nach Übungsziel aktiviert oder deaktiviert.
  • Einfache Bedienung: Der Editor beschränkt sich auf die Schritte, die für eine Zuordnungsübung nötig sind.

Weitere Eigenschaften

  • Kostenlos: Es fallen weder Lizenzkosten noch Abonnements an.
  • Datenschutzkonform: Es werden keine personenbezogenen Daten verarbeitet (Details im Abschnitt Datenschutz).
  • Flexibel einsetzbar: Jede Übung wird als einzelne HTML-Datei gespeichert und lässt sich auf unterschiedlichen Wegen bereitstellen (Details im Abschnitt Praktische Umsetzung).

Sonderpädagogischer Bezug

Zuordnen ist eine grundlegende kognitive Operation: Gleiches wird erkannt, Zusammengehöriges verbunden, Begriffe werden gebildet. Für viele Schülerinnen und Schüler ist das Format daher ein besonders hillfreicher Zugang zu Lerninhalten, insbesondere in den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung, Lernen, Sprache und Hören.

  • Multimodalität im Sinne des Universal Design for Learning (UDL): Inhalte werden gleichzeitig als Text, Bild und Ton angeboten. Lernende nutzen den Zugangskanal, der ihren Voraussetzungen entspricht.
  • Teilhabe ohne Lesekompetenz: Bilder, Audioaufnahmen und Sprachausgabe ermöglichen es auch nicht oder wenig lesenden Schülerinnen und Schülern, Übungen selbstständig zu bearbeiten.
  • Lebensweltbezug durch eigene Bilder: Im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung fällt der Transfer von abstrakten Symbolen auf reale Gegenstände oft schwer. Fotos aus der eigenen Umgebung (Klassenzimmer, Schulküche, Pausenhof) erleichtern das Wiedererkennen.
  • Vertraute Stimme: Eigene Audioaufnahmen erlauben es, Begriffe mit der Stimme der Lehrkraft und in den in der Klasse üblichen Formulierungen anzubieten. Das schafft Sicherheit und Wiedererkennung.
  • Anpassung an Lesevoraussetzungen: Schriftart und -größe lassen sich auf einzelne Lernende abstimmen, etwa bei Sehbeeinträchtigungen oder im Erstleseunterricht.
  • Unterstützte Kommunikation (UK): Symbole, die in der Klasse bereits zur Kommunikation genutzt werden, lassen sich als eigene Bilder einbinden. Übungen und Kommunikationshilfen bleiben so einheitlich.
  • Reduktion und Struktur: Lehrkräfte bestimmen Umfang und Inhalt jeder Übung selbst. So lässt sich die kognitive Belastung gezielt steuern, was Lernenden mit Aufmerksamkeitsschwierigkeiten entgegenkommt.

Hinweis zur Motorik: Das Verschieben von Elementen setzt feinmotorische Fähigkeiten voraus. Im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung sollte geprüft werden, ob die Bedienung mit dem Finger, mit Eingabestift oder mit alternativen Eingabegeräten gelingt.

Praktische Umsetzung

Eine Übung erstellen

  1. Den Schiebesachen-Editor im Browser öffnen und die Übung benennen.
  2. Die Zuordnungspaare anlegen: Für jedes Element Text, Bild (über die Bildersuche oder vom eigenen Gerät) und bei Bedarf eine Audioaufnahme hinterlegen.
  3. Die Darstellung festlegen: Schrift anpassen und die Sprachausgabe aktivieren oder deaktivieren.
  4. Die Übung selbst einmal durchspielen und prüfen.
  5. Die Übung als HTML-Datei speichern.

Einsatzwege der HTML-Datei

Jede Übung ist eine einzelne HTML-Datei. Sie öffnet sich in jedem aktuellen Browser und lässt sich ohne zusätzliche Software auf verschiedenen Wegen bereitstellen:

  • Lokal vom Computer: Die Datei wird auf dem Rechner oder einem USB-Stick gespeichert und per Doppelklick geöffnet. Das eignet sich für Einzelarbeitsplätze und die gemeinsame Bearbeitung am digitalen Whiteboard.
  • Auf dem iPad: Die Datei wird in einer Dateiverwaltungs-App wie Documents von Readdle abgelegt und dort geöffnet. So steht die Übung etwa in Freiarbeit oder Wochenplan direkt auf den Geräten der Lernenden zur Verfügung.
  • Auf einer TaskCards-Pinnwand: Die Datei wird an eine Karte angehängt. Lernende öffnen die Übung direkt aus der Pinnwand, auf der auch die übrigen Materialien einer Unterrichtseinheit gesammelt sind.
  • In einer Lernplattform: Die Datei lässt sich in Lernplattformen wie Moodle als Material in einen Kurs einbinden.

Besonderheit: ByCS-Lernplattform

In der Lernplattform der BayernCloud Schule (ByCS) genügt es, die Übung per Drag-and-Drop in einen Kurs zu ziehen. Die Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler erscheinen anschließend in einer Lernstandsübersicht im Kurs. Lehrkräfte erhalten so ohne zusätzlichen Aufwand einen Überblick über den Bearbeitungsstand der Lerngruppe.

Datenschutz

Schiebesachen verarbeitet keine personenbezogenen Daten. Es gibt keine Benutzerkonten, keine Registrierung und keine Speicherung von Übungen oder Ergebnissen auf einem Server des Anbieters.

Was das konkret bedeutet

  • Keine Anmeldung: Weder Lehrkräfte noch Lernende legen ein Konto an. Namen, E-Mail-Adressen oder Passwörter werden nicht erfasst.
  • Speicherung nur auf dem eigenen Gerät: Die fertige Übung wird als Datei gespeichert und verbleibt dort, wo die Lehrkraft sie ablegt.
  • Eigene Medien bleiben in der Datei: Eigene Bilder und Audioaufnahmen werden in die HTML-Datei eingebettet und nicht an einen Server übertragen.
  • Keine Erfassung von Schülerergebnissen: Bearbeiten Lernende eine Übung, speichert oder übermittelt Schiebesachen ihre Eingaben nicht. (Außer bei Verwendung als Lernpaket in einer Lernplattform)
  • Kein Tracking, keine Werbung: Es werden keine Analyse- oder Werbedienste eingesetzt.

Bildersuche und Sprachausgabe

Zwei Funktionen berühren technisch bedingt externe Dienste. Daten der Lernenden sind dabei nicht betroffen.

  • Bildersuche: Die Lehrkraft nutzt die Suche im Editor. Übermittelt wird nur der Suchbegriff, etwa „Apfel“, sowie – wie bei jedem Webseitenaufruf – die IP-Adresse des Geräts.
  • Sprachausgabe: Die optionale Sprachausgabe nutzt die Stimmen des Browsers bzw. Betriebssystems. Bei den meisten Stimmen erfolgt die Ausgabe lokal auf dem Gerät; einige Browser bieten zusätzlich Online-Stimmen an, bei denen der vorzulesende Text an den Browserhersteller übertragen werden kann.

Einbindung in Lernplattformen

Wird die Übung in die ByCS-Lernplattform eingebunden, erfasst die Plattform die Bearbeitungsergebnisse für die Lernstandsübersicht. Diese Verarbeitung erfolgt innerhalb der schulischen Lernplattform und unterliegt deren Datenschutzregelungen, nicht durch Schiebesachen.

Hinweis zu eigenen Fotos und Aufnahmen

Bei eigenen Fotos gilt das Recht am eigenen Bild: Erkennbare Personen, insbesondere Schülerinnen und Schüler, sollten nur mit Einwilligung abgebildet werden. Das gilt ebenso für Audioaufnahmen, in denen Lernende zu hören sind. Für Zuordnungsübungen genügen in der Regel Fotos von Gegenständen, Räumen oder Händen.

Methodisch-didaktische Hinweise

Planung und Gestaltung

  • Vom Konkreten zum Abstrakten: Handelnde Erfahrungen mit realen Gegenständen sollten der digitalen Übung vorausgehen. Anschließend können Realfotos schrittweise durch Piktogramme und schließlich durch Schrift ersetzt werden.
  • Umfang klein halten: Mit drei bis vier Zuordnungspaaren beginnen. Den Umfang erst steigern, wenn die Bedienung sicher beherrscht wird.
  • Konsistente Gestaltung: Dieselbe Schrift und dieselben Symbole verwenden wie auf Arbeitsblättern und Kommunikationshilfen der Klasse.
  • Differenzierung durch Varianten: Dieselbe Übung in mehreren Fassungen speichern, zum Beispiel mit Bild und Ton, nur mit Bild oder nur mit Schrift. So arbeiten alle Lernenden am gleichen Inhalt auf unterschiedlichem Niveau.

Sprachausgabe und Audio gezielt einsetzen

  • Leseübungen: Steht das Erlesen im Mittelpunkt, bleibt die Sprachausgabe deaktiviert. Andernfalls ersetzt das Zuhören den Leseprozess.
  • Begriffsbildung und Sachunterricht: Geht es um Wortschatz oder Sachwissen, entlastet die Sprachausgabe leseschwache Lernende und hält den Fokus auf dem Inhalt.
  • Eigene Aufnahmen: Bei Begriffen mit regionaler oder fachspezifischer Aussprache sind eigene Aufnahmen der Sprachausgabe oft überlegen.

Unterrichtsorganisation

  • Bedienung modellieren: Die Schiebebewegung zunächst am digitalen Whiteboard vormachen und gemeinsam ausprobieren, bevor Lernende selbstständig arbeiten.
  • Analoge Verknüpfung: Dieselben Bilder als ausgedruckte Bildkarten nutzen. Die digitale Übung setzt dann eine bekannte, handelnde Aufgabe fort.
  • Lernende als Ersteller: Aufgrund der einfachen Bedienung können Schülerinnen und Schüler selbst Übungen für Mitschülerinnen und Mitschüler erstellen (Lernen durch Lehren).
  • Lernstandsübersicht reflektiert nutzen: In der ByCS liefern die Ergebnisse Hinweise für Förderplanung und Differenzierung. Sie ersetzen jedoch nicht die Beobachtung des Lernprozesses.

Fazit

Schiebesachen greift ein bewährtes Aufgabenformat auf und ergänzt es um Funktionen, die im inklusiven Unterricht häufig fehlen: anpassbare Schriften, eigene Bilder, eigene Audioaufnahmen und eine optionale Sprachausgabe. Die Übungen entstehen ohne Anmeldung, sind kostenlos und verarbeiten keine Schülerdaten.

Als einzelne HTML-Datei lassen sie sich flexibel einsetzen, vom Einzelarbeitsplatz über das iPad und TaskCards bis zur ByCS-Lernplattform mit Lernstandsübersicht. Damit eignet sich der Editor für Förderschulen ebenso wie für inklusive Lerngruppen an Regelschulen.

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TippTrainer-Update: Lokale Serverlösungen, Gamification und neue Exportfunktionen

Das Schreiben mit der Tastatur stellt für viele Schülerinnen und Schüler eine wesentliche Entlastung gegenüber der Handschrift dar. Damit ein kontinuierliches Tastaturtraining im Schulalltag gelingt, müssen Lernanwendungen jedoch drei zentrale Hürden überwinden: Sie müssen datenschutzkonform ohne komplexe Anmeldeprozesse funktionieren, barrierefreie Funktionen mitbringen und sich flexibel an individuelle Lernvoraussetzungen anpassen lassen.

Mit dem aktuellen Update erfährt die freie Lernanwendung TippTrainer eine umfassende technische und didaktische Erweiterung. Neben zahlreichen Fehlerbehebungen (Bugfixes) führt die neue Version lokale Server-Betriebsmodi für verschiedene Betriebssysteme, ein steuerbares Belohnungssystem sowie erweiterte Exportfunktionen für Arbeitsblätter und Lernplattformen wie die BayernCloud Schule (ByCS) ein.

Warum ein angepasstes Tastaturtraining?

In heterogenen Lerngruppen und an Förderschulen stoßen standardisierte Schreiblernprogramme häufig an ihre Grenzen. Ein zu hohes Grundtempo, starre Übungsabfolgen oder überfrachtete Benutzeroberflächen führen schnell zu Frustration.

Die neuen Funktionen des TippTrainers unterstützen einen individualisierbaren Ansatz :

  • Kognitive und motorische Differenzierung: Lehrkräfte können eigene Lektionen erstellen, die exakt auf den aktuellen Unterrichtswortschatz (z. B. im Schriftspracherwerb oder im Fachunterricht) sowie auf die motorischen Fähigkeiten einzelner Lernender zugeschnitten sind.
  • Strukturierte Motivationsförderung: Schülerinnen und Schüler profitieren von unmittelbarem Feedback und klaren Token-Systemen. Die neue, profilbasierte Gamification-Option nutzt dieses Prinzip, begrenzt die Spielzeit jedoch konsequent durch ein tägliches Limit.
  • Multimodale Verknüpfung: Durch die Möglichkeit, Übungen als klassische Arbeitsblätter auszudrucken, wird eine Brücke zwischen analoger Vorstrukturierung und digitaler Umsetzung geschlagen.

Praktische Umsetzung: Neue Betriebsmodi für den Schulalltag

Neben der bewährten Single-File-HTML-Variante stehen ab sofort dedizierte Server-Versionen für macOS, Windows, Linux sowie speziell für den Raspberry Pi zur Verfügung. Diese Architektur ermöglicht eine vollständige Datenhaltung im lokalen Schulnetzwerk, ohne dass externe Server oder Cloud-Dienste eingebunden werden müssen. Sämtliche Schülerprofile, individuellen Lektionen und Lernergebnisse verbleiben lokal auf dem jeweiligen Host-Gerät.

Für den schulischen Einsatz ergeben sich daraus drei zentrale Anwendungsszenarien:

1. Ad-hoc-Einsatz über den Computer der Lehrkraft

Für einzelne Unterrichtsstunden oder den mobilen Einsatz in verschiedenen Klassenzimmern startet die Lehrkraft die Server-Version direkt auf ihrem Dienst- oder Klassenzimmercomputer. Das Programm generiert automatisch eine übersichtliche Infoseite mit einem Direktlink und einem QR-Code, die beispielsweise über das digitale Whiteboard projiziert werden kann. Die Schülerinnen und Schüler scannen den QR-Code mit der Kamera ihres iPads oder Tablets, woraufhin sich der TippTrainer im Browser über das lokale Netzwerk öffnet. Alle Lernstände werden unmittelbar auf dem Computer der Lehrkraft gesichert..

2. Dauerhafte Lernstation über einen Raspberry Pi

Für Schulen oder Klassenstufen, die den TippTrainer dauerhaft im Wochenplan oder in der Freiarbeit verankern möchten, bietet sich die Installation auf einem Raspberry Pi (oder auf einem Schulserver oder NAS) an. Der Einplatinenrechner wird per LAN oder WLAN in das schulische Netzwerk eingebunden und fungiert als autarker lokaler Lernserver. Alle Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler im selben Netzwerk können jederzeit per Link oder ausgehängtem QR-Code auf ihre Profile und Übungen zugreifen. Die Datenverwaltung erfolgt zentral und datenschutzkonform auf dem Raspberry Pi.

3. Verzahnung mit der Online-Version für Vorbereitung und Hausaufgaben

Die bekannte Web-Version unter https://lernsachen.online/tipp-trainer/ bleibt weiterhin als ergänzendes Werkzeug bestehen. Sie eignet sich für das Üben zu Hause sowie für die Unterrichtsvorbereitung der Lehrkraft: Neue Lektionen lassen sich am heimischen Arbeitsplatz im Browser erstellen, als Datei exportieren und anschließend in der Schule in die lokale Server-Version (etwa auf dem Raspberry Pi) importieren.

Funktionserweiterungen: Gamification und neue Exportformate

Über die neue Server-Architektur hinaus erweitert das Update die didaktischen Möglichkeiten durch Motivationsanreize und vielseitige Schnittstellen.

Eingebaute KI Prompts zum Erstellen von Lektionen

Neue individuelle Übungen können in 6 unterschiedlichen Übungsformen mit Hilfe eingebauter KI Prompts erstellt werden. Der Prompt wird über eingebaute Liks an gängige Chatbots übertragen. Der Assistent erstellt im Dialog passgenaue Übungen in geeignetem Niveau, Sprachstil und Länge. Das KI Ergebnis kann einfach über die Zwischenablage in den Lektionen Editor übernommen werden.

Gezielte Belohnung durch integrierte „Spielhalle“

Auf Wunsch kann für jedes Schülerprofil individuell eine Gamification-Option aktiviert werden. Nach dem erfolgreichen Abschluss einer Tipp-Aufgabe erhalten die Lernenden eine Belohnung in Form virtueller Münzen. Um eine Verschiebung des Unterrichtsfokus hin zum reinen Spielen zu verhindern, ist der Verdienst auf maximal drei Münzen pro Tag begrenzt.

Diese Münzen können in der integrierten „Spielhalle“ für kurze Pausen-Einheiten eingelöst werden. Zur Auswahl stehen vier klassische, leicht verständliche Mini-Spiele:

  • Mampf-Man (Labyrinth-Geschicklichkeitsspiel)
  • Tetris (Räumliches Denken und Reaktion)
  • Vollgas (Reaktions-Rennspiel)
  • Super Hüpfer (Klassisches Jump-’n’-Run-Prinzip)

Arbeitsblätter, Offline-Widgets und SCORM-Export

Für die Unterrichtsvorbereitung und die Einbindung in bestehende Lernmanagementsysteme wurden drei neue Exportformate integriert:

  1. Druckbare Arbeitsblätter: Zu den digitalen Übungen lassen sich passgenaue Arbeitsblätter generieren und ausdrucken, um Texte vorab zu erlesen, Silben zu markieren oder Schreibaufgaben handschriftlich zu ergänzen.
  2. Standalone-HTML-Widget (Offline): Einzelne Übungen können als eigenständige HTML-Datei exportiert werden. Diese Datei lässt sich ohne Server oder Internetverbindung auf jedem Endgerät öffnen – ideal für die Weitergabe einzelner Wochenplan-Aufgaben.
  3. SCORM-Lernpakete: Komplette Übungen können als SCORM-Paket exportiert und direkt in schulische Lernplattformen wie Mebis / ByCS (BayernCloud Schule) oder Moodle eingebunden werden.

Methodisch-didaktische Hinweise für den Unterrichtseinsatz

Um das Potenzial der neuen Funktionen im sonderpädagogischen Alltag optimal auszuschöpfen, empfehlen sich folgende methodische Vorgehensweisen:

  • Profilbasierte Steuerung der Gamification nutzen: Nicht jede Schülerin und jeder Schüler profitiert gleichermaßen von Spielelementen. Während das Münzsystem bei vielen Lernenden die Anstrengungsbereitschaft deutlich erhöht, kann es bei Kindern mit starker Reizoffenheit zu Ablenkung führen. Die Aktivierung sollte daher gezielt pro Profil erfolgen.
  • Vorstrukturierung durch analoge Arbeitsblätter: Im Förderschwerpunkt Lernen oder Sprache empfiehlt es sich, neue Übungswörter zunächst auf dem ausgedruckten Arbeitsblatt zu besprechen, Lesehilfen einzuzeichnen und erst im zweiten Schritt die motorische Umsetzung an der Tastatur zu trainieren.
  • Feste Rituale mit QR-Codes etablieren: Wird die Raspberry-Pi-Variante genutzt, kann der Zugangs-QR-Code laminiert am Arbeitsplatz oder in der iPad-Mappe der Lernenden hinterlegt werden. Dies fördert die Selbstständigkeit in offenen Unterrichtsphasen.
  • Integration in digitale Lernpfade (ByCS): Durch den SCORM-Export lassen sich Tippübungen nahtlos als ein Baustein in umfassendere Lerplattform-Kurse integrieren – beispielsweise als abschließende Sicherungsübung nach der Erarbeitung eines Sachthemas.

Fazit und Bezugsquellen

Mit dem aktuellen Update entwickelt sich der TippTrainer von einem reinen Browser-Werkzeug zu einer vielseitigen, lokal betreibbaren Lernumgebung für Schulen. Insbesondere die Kombination aus datenschutzkonformer lokaler Datenhaltung, einfacher Zugang über qR-Codes, pädagogisch begrenzter Gamification und dem Export für Plattformen wie die ByCS bietet einen hohen praktischen Mehrwert für den inklusiven und sonderpädagogischen Unterricht.

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Individuelle Wortschatz Übungen

Mit diesem Scratch Programm können individuelle Wortschatz Übungen erstellt werden. Keine Angst, hier muss nichts selber programmiert werden, das Programm ist fix und fertig von mir entwickelt und kann sich flexibel auf verschiedene Übungsszenarien anpassen. Mit wenig Aufwand lassen sich individuelle Wortfelder mit einem Ordner aus Bilddateien integrieren und damit eigene, interaktive Übungen erstellen.

Wie das funktioniert, zeige ich ausführlich im Video:

Scratch Studio

Hier werden alle Übungen nach dem OER – Open Educational Ressources Prinzip – gesammelt.

https://scratch.mit.edu/studios/32547946/

Wortschatz Vorlage

Dieses Scratch Projekt kann benutzt werden, um eine eigene Übung zu gestalten. Dazu kann das Projekt kopiert, oder noch besser, ein Remix angefertigt werden.

https://scratch.mit.edu/projects/775064163

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Mit H5P interaktive Aufgaben für die Förderschule erstellen

Was ist H5P?

H5P ist eine kostenlose, internetbasierte Software, mit der im Browser interaktive Lerninhalte erstellt werden können. Ursprünglich wurde H5P von einer norwegischen Bildungsinstitution mit dem Hintergedanken gefördert, Lehrkräften kostenlose Werkzeuge nach dem Open Educational Resources Prinzip zur Verfügung zu stellen.

In diesem Beitrag möchte ich die Grundlagen zur Erstellung von H5P Inhalten anhand von Aufgabentypen vorstellen, die für Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigungen besonders geeignet sind. Außerdem stelle ich Möglichkeiten vor, H5P Inhalte über Links den Lernenden zur Verfügung zu stellen.

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Interaktive Aufgaben per Link weitergeben – LearningApps.org

Die Learning Apps sind ein kostenloses Angebot aus der Schweiz. Über den Web-Browser lassen sich interaktive Übungen entwerfen. Diese können dann über einen Link weitergegeben und von den Schülern online bearbeitet werden. Dazu genügt ein Webbrowser, egal ob auf dem PC, Laptop, Tablet oder Smartphone. Zum Erstellen der Übungen muss sich der Lehrer kostenlos anmelden, die Schüler nicht, außer man möchte eine Klasse anlegen, in der die Schüler namentlich auftauchen. Urheberrechte der verwendeten Medien müssen unbedingt beachtet werden, da hier ein öffentlicher Link erstellt wird.

Im Video erkläre ich die Erstellung und Weitergabe einer App anhand einer Beispielaufgabe.

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Kiosk Handout und Materialien

Den Lernsachen Kiosk habe ich bereits HIER in einem Beitrag vorgestellt. Nun habe ich zusätzlich ein Handout und Materialien erstellt. Das Handout kann im Kollegium weitergegeben oder im Klassenzimmer aufgehängt werden. Es enthält alle nötigen Links als QR-Codes um die App mit dem iPad direkt zu starten und zusätzliche PDFs wie Angebotskarten und Spielgeld passend zur Kiosk App auszudrucken.

Handout: https://kurzelinks.de/Lernsachen-Kiosk-Handout

Materialien: https://kurzelinks.de/Lernsachen-Kiosk-Materialien

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Der Lernsachen Kiosk – Eine WebApp zum Üben des Rechnens mit Geld

Nach vielfachem Wunsch ist es mir jetzt endlich gelungen, eine Kiosk App mit Scratch zu entwickeln. Hier können Bezahlvorgänge mit Wechselgeld geübt werden, wobei die Summen und Beträge nicht nur numerisch angezeigt werden, sondern auch per Sprachausgabe vorgelesen und mit Geldsymbolen dargestellt werden. Die verwendeten Waren Angebote und Preise können individuell angepasst werden.

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Das Internet in der Box – Auch Offline! Die MoodleBox

Beim Einsatz digitaler Geräte in einer Lernumgebung stellt sich immer wieder die Frage, wie benötigte Materialien, Anleitungen und Aufgaben organisiert werden. Besteht Internet? WLAN? Individuelle Benutzer Anmeldung? Eine Netzwerk Freigabe? Leider ist der Ausbau der digitalen Netzwerk-Infrastruktur noch nicht so weit vorangeschritten, dass jedes Klassenzimmer, bzw. Lernort mit einer zuverlässigen Anbindung versorgt ist. Einen Ausweg kann die MoodleBox bieten. Basierend auf einem Raspberry Pi und Hardwarekosten von ca. 60€ lässt sich eine interaktive, multimediale Lernumgebung erstellen, die sowohl offline, wie online funktioniert.

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ZUM-Unterrichten – offene Plattform für Materialien und Ideen

ZUM

Die ZUM (Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V.) hat eine neue, moderne Plattform für OER (Open Educational Resources) für den Unterricht online gestellt.

https://unterrichten.zum.de

Die Materialien, Übungen und Lernpfade werden zur Online Nutzung angeboten. Andererseits kann man sich auch selber als Autor bewerben und damit seine Unterrichtsmaterialien unter Beachtung des Urheberrechts öffentlich machen und teilen. Dabei sollen Qualitätsstandards eingehalten und gesichert werden.

Sammlung

Ich habe hier in einem Padlet bereits vor einiger Zeit eine Initiative gestartet. Ideen, Tools und Werkzeuge für Förderschule und Inklusion werden gesammelt und geteilt. Die Sammlung ist auch sehr erfolgreich gewachsen und hat bereits über 200 Einträge.

Ursprünglich habe ich das Padlet auch unter das Label „OER“ gestellt. Dies habe ich jetzt aus dem Titel entfernt, da nicht alle Fundstellen diesem Anspruch 100% gerecht werden. Dennoch sollte dieser Gedanke weiterhin Grundprinzip einer offenen Kultur des kollegialen Austausches sein.

Und weiterhin bleibt der Aufruf: JEDER kann sich beteiligen, sich einbringen.